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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2011
Ausgabe 01 / 2011
Nimm S leicht! Ergonomischer Fagott-S-Bogen nach Grundmann
Martin Fendel, Köln
10 M. Fendel – Ergonomischer Fagott-S-Bogen nach Grundmann Nimm S leicht! Ergonomischer Fagott-S-Bogen nach Grundmann Martin Fendel, Köln Abstract Bauliche Veränderungen an Instrumenten und der Einsatz ergonomischer Hilfsmittel können wirksame Strategien zur Vermeidung von Spielschäden bei Musikern darstellen. Zu ihnen zählt auch ein unter strömungsphysikalischen Überlegungen entwickelter Fagott-S-Bogen, der seit knapp 10 Jahren zum Einsatz kommt. Durch Veränderung von Radius und Geometrie der S-Biegungen gelingt hier eine Reduktion des Blaswiderstands um etwa 30% mit Erleichterung der Ansprache, ohne klangliche Einbußen. Die Akzeptanz dieser Lösung bei Fagottisten ist unterschiedlich. Ihr gesundheitlicher Nutzen ist vorwiegend in einer Verbesserung der Spielhaltung zu sehen. Ein Einsatz in der Rehabilitation oder bei Bläsern mit konstitutioneller oder krankheitsbedingter Leistungseinschränkung kann ebenfalls sinnvoll sein.
Refluxbeschwerden bei Sängern und Bläsern - Review
Maria Schuppert, Dirk Verges, Frank Schuppert
Musikphysiologie und Musikermedizin 2011, 18. Jg., Nr. 1 1 Refluxbeschwerden bei Sängern und Bläsern,Review Maria Schuppert 1 , Dirk Verges 2 , Frank Schuppert 3 Abstract Die Refluxkrankheit (GERD) tritt in den westlichen Industrienationen häufig auf. Erste Studien konnten zeigen, dass Sänger und Blasinstrumentalisten vermehrt von Refluxsymptomen betroffen sind, offenbar aufgrund spezifischer physiologischer Abläufe beim Musizieren. Besonders die atypischen Manifestationen der Refluxkrankheit können zu Beeinträchtigungen beim Musizieren führen. So gehen Schleimhautveränderungen im Rahmen einer Laryngitis posterior bei Sängern mit erheblichen Einschränkungen der sängerischen Leistungsfähigkeit einher. Dieser Artikel beleuchtet sowohl allgemeine als auch musikerspezifische Aspekte der Refluxkrankheit, fasst die bislang publizierten Studienergebnisse zum Reflux bei Sängern und Bläsern zusammen und stellt diagnostische und therapeutische Maßnahmen vor.
Lärmschutz im Orchester
Heinz-Dieter Neumann, Ingolf Bork
H.-D. Neumann & I. Bork – Lärmschutz im Orchester Lärmschutz im Orchester Heinz-Dieter Neumann¹ , Ingolf Bork² ¹ Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, ² Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig Abstract Der Schalldruck bei der Arbeit von Orchestermusikern ist in der Regel so hoch, dass ein beruflich bedingtes Gehörschadensrisiko besteht. Zur Schadensbegrenzung ist das Tragen von Gehörschutz möglich und wirksam, aber als alleinige Schutzmaßnahme nicht ausreichend. Zunächst sind die baulichen, technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen zu verbessern. In diesem Zusammenhang sind auch Lärmminderungsmaßnahmen in Form von Schallschutzschirmen realisierbar und wirkungsvoll. Sie müssen daher Eingang in das auch in Orchestern erforderliche Lärmminderungsprogramm finden. Schließlich ist auch die arbeitsmedizinische Vorsorge als vorbeugendes Element des Gesundheitsschutzes bei den Musikern konsequent umzusetzen.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren