DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2006

Ausgabe 02 / 2006

Abstract

Üben lernen auf physiologischer Grundlage –Ein Pilotprojekt an der Hochschule für Musik Basel

H. Hildebrandt, Basel/Zürich und M. Nübling, Freiburg im Breisgau

Fragestellung: Ziel der vorliegenden Studie
war es, den Einfluss musikphysiologischer
Schulung auf den Übe-Stil von Musikstudierenden zu untersuchen.
Material und Methoden: 37 Musikstudierende
(jeweils aufgeteilt in eine Testgruppe und eine
Warte-/Kontrollgruppe) nahmen an einer Evaluations-Studie mittels zweimaliger standardisierter Befragung teil. Die Testgruppe besuchte ein Wintersemester lang wöchentlich ein
Seminar mit Workshop zur Erarbeitung physiologisch fundierter Übe- und Lerntechniken –
bei der Kontrollgruppe fand keine entsprechende Lehrveranstaltung statt. Es wurden die
Hypothesen aufgestellt, dass die Seminarteilnehmer im Laufe des Semesters ihren Übestil
verändern, die Zahl ihrer Übe-Strategien vergrössern und sich nach dem Semester besser
und sicherer fühlen würden.
Ergebnisse: Gegenüber der Kontrollgruppe
nahmen im Prä-Post-Vergleich bei der Testgruppe die „Verhaltens- und Entscheidungssicherheit&OpenCurlyDoubleQuote; zu (p<0.01**) und die „Angst&OpenCurlyDoubleQuote; ab
(p<.05*). Weiterhin kam es zu einer Zunahme
des „Zurechtkommens mit dem eigenen Üben&OpenCurlyDoubleQuote;
(p<0.001***) und zu einer Zunahme der Körperübungen während der instrumentalen ÜbeZeit (p<0.05*). Die Testgruppe verzeichnete
eine zunehmende „Akzeptanz der Verantwortlichkeit von Spielanweisungen&OpenCurlyDoubleQuote; für erfolgreiches Übens (p<0.05*) und eine Zunahme der
„Unterscheidung von Führ- und Folgebewegungen&OpenCurlyDoubleQuote; (p<0.01**).
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen,
dass durch eine spezifische physiologische
Lehrveranstaltung positive Effekte auf den
Übe-Stil von Musikstudierenden erzielt werden
können. Die gewonnenen Befunde sollten
durch größere und längerfristig angelegte, randomisierte Studien abgesichert werden.
Key Words
Musical practice, physiology of music, prevention, performing arts medicine

Brillenversorgung bei presbyopen Orchestermusikern

H. Lottmann (Korneuburg, Österreich), H.-J. Grein (Jena), D. Methling (Berlin)

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren