DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2011

Ausgabe 02 / 2011

Abstract

Der Hürdenlauf zum Orchestermusiker

Helmut Möller, Deniza Popova (Berlin)

Musikphysiologie und Musikermedizin 2011, 18. Jg., Nr. 2 39 Der Hürdenlauf zum Orchestermusiker Sozialisation, Ausbildung und Berufseinstieg Helmut Möller, Deniza Popova (Berlin) Musik ist eine Ausdrucksform – ähnlich der Sprache. Sie kann außerordentlich vielfältige Gefühle ausdrücken und bewirken: anregen, erfreuen, belügeln, entspannen, entrücken oder auch bedrücken – d.h. die Wirkung von Musik ist breit gefächert. Für viele Menschen ist das Musizieren Teil ihres Alltags. Es beginnt meistens schon im frühesten Kindesalter und setzt sich haupt-, neben- und teilberulich oder als Laienkunst ein Leben lang fort. Das Musizieren kann eine Freizeitbeschätigung sein, ein Beruf und damit Broterwerb, eine Lebenshilfe, es kann im sozialen Miteinander ausgeübt werden und damit Ausdruck gemeinsamer Identität und Orientierung sein. Schon immer hate Musik einen hohen gesellschatlichen und kulturellen Stellenwert.

Abstract

Würdigung von Christoph Wagner zum 80. Geburtstag

Musikphysiologie und Musikermedizin 2011, 18. Jg., Nr. 2 37 Musikphysiologie und Musikermedizin in Deutschland − ohne den Pioniergeist Christoph Wagners, ohne seine Weitsicht und seinen Mut, Neuland zu betreten, ist beides kaum denkbar. Als der 32jährige Mediziner und Musiker 1963 an Musikhochschulen und Universitäten anklopt, um für eine experimentelle instrumentalpädagogische Forschung zu werben, schüteln noch viele verständnislos den Kopf: Forschung an einer Musikhochschule? Naturwissenschat für Musiker? Prävention von Berufskrankheiten? Im Jahr 2011 gehören solche Zweifel der Vergangenheit an. Angebote der Musikphysiologie, Institute für Musikermedizin und Zentren für Musikergesundheit sind vielerorts selbstverständlicher Teil des Musikstudiums. Forschung, Lehre und Beratung dort, wo Musik und Musikpädagogik statindet, an den Musikhochschulen − das war von Anfang an Christoph Wagners Ziel.

Abstract

Hörverlust bei klassischen Orchestermusikern

Esko Toppila, Heli Koskinen, Ilmari Pyykkö, Finnish Institute of Occupational Health, Finland

Musikphysiologie und Musikermedizin 2011, 18. Jg., Nr. 2 47 Hörverlust bei klassischen Orchestermusikern Hearing loss among classical-orchestra musicians Esko Toppila, Heli Koskinen, Ilmari Pyykkö Finnish Institute of Occupational Health, Finland Abstract In dieser Studie sollte das Risiko für das Autreten einer Schwerhörigkeit bei klassischen Musikern ermitelt werden. Untersucht wurden 63 Musiker aus vier klassischen Orchestern aus Helsinki. Ihr Hörverlust wurde mithilfe eines Audiometers, ihr bisheriges Ausmaß an Schallexposition und einige individuelle Prädispositionsfaktoren anhand eines Fragebogens und ihre derzeitige Schallexposition mitels Dosimetern gemessen. Des Weiteren wurden ihre Blutdruckwerte und Cholesterinspiegel bestimmt. Anschließend wurde ihr Hörverlust mit den Vorhersagen der ISO 1999-1990 verglichen. Die Verteilung der Schwerhörigkeit unter den Musikern entsprach der unter der allgemeinen Bevölkerung.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren