DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2001

Ausgabe 01 / 2001

Abstract

Einige Gedanken zum Lampenfieber aus Sicht des auftretenden Künstlers

G .Mantel

G. Mantel – Lampenfieber Instrumentalpädagogik Einige Gedanken zum Lampenfieber aus der Sicht des auftretenden Künstlers Gerhard Mantel, Frankfurt Was ist Lampenfieber? Der Begriff Lampenfieber wird in unterschiedlicher Weise gebraucht. Physiologisch betrachtet ist es eine zusätzliche Bereitstellung von (psychischer und körperlicher) Energie über einen erhöhten Adrenalinspiegel bei gleichzeitiger Herabsetzung der Großhirnaktivität, also des differenzierten Denkens. Angst ist eine jedem höheren Lebeweisen eigene Eigenschaft: Sie gehört zu mir nicht individuell, sondern sie gehört zu mir als Mensch, ja als höheres Lebewesen. Zum Überleben des Tiers „Mensch“ in gefährlichen Situationen stehen als Folge der Angst die beiden Alternativen Flucht oder Angriff zur Verfügung. Nun ist ja eine Konzert-Situation keine echte Bedrohung, niemand will mir dabei ans Leben.

Abstract

Elektro-Myographie bei pianistischen Bewegungen: Bestandsaufnahme und Anwendungsmöglichkeiten

K. Meister, D. Drescher und E. Altenmüller

In einer am Institut für Musikphysiologie und
Musikermedizin Hannover durchgeführten
Versuchsreihe konnten bei einem professionellen Pianisten erstmals durch Einsatz der
Elektro-Myographie (EMG) äußerlich nicht
sichtbare Muskelaktivitäten im zeitlichen Ablauf
bei unterschiedlichen Anschlagsarten dargestellt werden. Mit Hilfe von Oberflächenelektroden wurde die Muskelspannung über dem
rechten Deltamuskel, dem Bizepsmuskel, dem
Trizepsmuskel, dem radialseitigen Handgelenksbeuger und dem ersten Zwischenfingermuskel im Bereich zwischen Daumen und
Zeigefinger abgeleitet. Zusätzlich wurden der
Tastendruck und die erzeugte Lautstärke
erfaßt. Zu spielen war eine C-Dur-Kadenz in
drei „idealtypischen” pianistischen Anschlagsarten (Tiefschwung, Hochschwung, dosierter
Widerstand), und in drei weiteren, davon
abgeleiteten Spezialformen. Dabei gelang es
vor allem, das Wechselspiel von muskulärer
Spannung und Entspannung in unterschiedlichen Ausprägungen zeitlich und örtlich
sichtbar zu machen und, zusammen mit den
Meßwerten für Tastendruck und Anschlagsintensität, physikalische Aspekte des Klavieranschlags ins Blickfeld zu rücken.
Die Versuche eröffnen interessante Perspektiven. Zum einen ermöglichen sie die wissenschaftliche Untermauerung und die Präzisierung von erprobtem, z. T. Jahrhunderte altem
künstlerisch-pädagogischem Erfahrungswissen. Zum anderen versprechen sie bessere
Grundlagen für eine neue, auf objektiven
Meßwerte beruhende Diskussion und dürften
für die Weiterentwicklung der Klaviermethodik
sowie durch Ergänzung mit Biofeedback für die
Prophylaxe und Therapie von Spielschäden
eine wertvolle Hilfe sein.

Handprobleme bei Musikern mit Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen

M. Schuppert und F. Schuppert

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren