DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2010

Ausgabe 01 / 2010

Abstract

Musik, trotz allem Leid! Franz Schuberts resiliente Persönlichkeitsanteile kommen in der gängigen Biographienlandschaft zu kurz

Peer Abilgaard, Köln

Musikphysiologie und Musikermedizin 2010, 17. Jg., Nr. 1 7 Musik, trotz allem Leid! Franz Schuberts resiliente Persönlichkeitsanteile kommen in der gängigen Biographienlandschaft zu kurz! Peer Abilgaard, Köln Die Verantwortung der Biographen Unsere Vorstellungen von Menschen, die wir nicht persönlich kennen, wird maßgeblich von dem geprägt, was in den Medien vermittelt wird. Bei berühmten Künstlerpersönlichkeiten ist die Biographie in Buchform sicherlich eine der wichtigsten Informationsquellen für uns. Im folgenden Artikel möchte ich 3 Fragen nachgehen: 1. Kann es sein, dass das Bild, das uns von Künstlerpersönlichkeiten vermittelt wird, bisweilen zu einseitig deren Belastungen, und zu wenig deren Ressourcen zeigt, mit deren Hilfe sie die Belastungen ihres Lebens sogar ganz gut gemeistert haben? 2. Wenn dem so ist, wie ist diese Haltung der Biographen zu erklären? 3.

Abstract

Musizieren als Neurostimulans: Mit Musik der Demenz vorbeugen?

Eckart Altenmüller, Hannover

Musikphysiologie und Musikermedizin 2010, 17. Jg., Nr. 1 1 Musizieren als Neurostimulans: Mit Musik der Demenz vorbeugen? Eckart Altenmüller, Hannover Abstract Viele Menschen wollen auch in höherem Alter ein Instrument lernen, sind sich aber unsicher, inwieweit sie dazu noch in der Lage sind. Hier bietet die Neurobiologie erfreuliche Erkenntnisse. Das Nervensystem passt sich nämlich auch in höherem Alter an neue Anforderungen an und fördert auch bei älteren Erwachsenen Denkfertigkeiten, Gedächtnis und Strategiebildung. Das Erlernen eines Instrumentes wirkt in gewissem Umfang sogar einem kognitiven Abbau entgegen und kann zur Vorbeugung einer .Demenz beitragen. Vielleicht wichtiger als diese Effekte des „Gehirnjoggings“ sind die positiven emotionalen Erlebnisse, die mit dem Musizieren einhergehen.

Abstract

Gibt es Besonderheiten in der Psychotherapie von Musikern?

Gerhard Heydt, Stuttgart

G. Heydt – Besonderheiten in der Psychotherapie von Musikern? Gibt es Besonderheiten in der Psychotherapie von Musikern? G. Heydt, Stuttgart Abstract Aufführungsängste, körperliche und seelische Krisen können bei Musikern ein so gravierendes Ausmaß annehmen, dass schließlich die Ausübung des Berufs nicht mehr möglich ist. Es werden dann meist körperliche Ursachen vermutet, zumal sich innerseelische Konflikte oft zunächst auf der Körperebene manifestieren. Mit ihrer hohen Selbstaufmerksamkeit suchen Musiker eher frühzeitig somatische Ärzte auf, aber erst sehr spät den Psychotherapeuten. Die Betroffenen können auf der Bühne ihre Probleme oft nur sehr bedingt verbergen, was zu einer verbreiteten Einnahme von beruhigenden Medikamenten oder Alkohol führt und letztlich die Situation nur noch verschärft.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren