Für geschütze Inhalte () ist eine Anmeldung im Mitgliederbereich erforderlich. Login
DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2012
Ausgabe 02 / 2012
Zur Untersuchung von subtilen Bewegungsstörungen bei Musikern sind realitätsnahe Versuchsanordnungen notwendig
P. Senghaas, M. Grossbach, M. Bangert, D. Drescher, H-C. Jabusch, E. Altenmüller
Musikphysiologie und Musikermedizin 2012, 19. Jg., Nr. 2 135 Zur Untersuchung von subtilen Bewegungsstörungen bei Musikern sind realitätsnahe Versuchsanordnungen notwendig Paticia Senghaas, Michael Grossbach, Marc Bangert, Dieter Drescher, Hans-Christian Jabusch, Eckart Altenmüller Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin, Hannover ZUSAMMENFASSUNG Musiker, die an einer tätigkeitsspezi!schen fokalen Dystonie leiden, sind häu!g gezwungen ihren Beruf aufzugeben. Die genaue Entstehung der Erkrankung ist weiterhin unklar. Es werden mehrere Ursachen diskutiert. Eine wichtige Rolle scheinen veränderte zentralnervöse Hemmungsmechanismen zu spielen. Da es sich bei dieser Erkrankung um eine subtile Störungen, die initial nur beim Musizieren au“ri# handelt, macht es Sinn Untersuchungen am Instrument durchzuführen. Der Versuchsablauf und -aufbau sollte möglichst realitätsnah sein.
Standardisierte Stimmdiagnostik bei professionellen Sopranistinnen in der musikermedizinischen Sängersprechstunde
L. Traser, B. Richter, M. Nusseck, M. Echternach
L. Traser, B. Richter, M. Nusseck, M. Echternach Standardisierte Stimmdiagnostik bei professionellen Sopranistinnen in der musikermedizinischen Sängersprechstunde Louisa Traser, Bernhard Richter, Manfred Nusseck, Matthias Echternach (Freiburg) ZUSAMMENFASSUNG Einleitung: Die Europäische Laryngologische Gesellscha! (ELS) erstellte im Jahr 2001 ein Protokoll, welches die multidimensionale Diagnostik der Stimmfunktion standardisiert. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Anwendung dieses Protokolls bei professionellen Sopranistinnen in der musikermedizinischen Sängersprechstunde zu beschreiben. Methoden: Es wurden 36 klassisch ausgebildete, professionelle Sopranistinnen mit Hilfe des ELSProtokolls untersucht. Dieses beinhaltet akustische und aerodynamische Messungen, bildgebende Verfahren, die perzeptive Untersuchereinschätzung des Stimmklangs (RBH-Schema) sowie die Selbsteinschätzung der Stimme mi“els eines Fragebogens (Voice hadicap Index (VHI)).
Musikermedizin im Spiegel der Medizingeschichte: Ernst Anton Nicolai, Die Verbindung der Musik mit der Artzneygelahrtheit
P. Abilgaard
P. Abilgaard Musikermedizin im Spiegel der Medizingeschichte: Ernst Anton Nicolai, „Die Verbindung der Musik mit der Artzneygelahrtheit“ (1745) Peer Abilgaard (Köln) Abb. 1: Die Verbindung der Musik mit der Artzneygelahrtheit entworfen von D. Ernst Anton Nicolai, Salle im Magdeburgischen, Verlegts Carl Hermann Hemmerde. 1745. ZUSAMMENFASSUNG Der Artikel beschä!igt sich mit der Frage, wie Musik und Musiktherapie bereits im Spätbarock Denkanstöße zu einem psychosomatischen Krankheitsverständnis lieferten. Er enthält Informationen über den Gelehrten und Mediziner Ernst Anton Nicolai (1722-1802) und sein Wirken. Seine Schri! „Die Verbindung der Musik mit der Artzneygelahrtheit“ von 1745 wird beschrieben. Die darin enthaltenen Ansichten und Gedanken werden sowohl im Kontext der Geschichte der Musikermedizin betrachtet als auch auf die Gegenwart der Musikermedizin bezogen.
Tethered Cord als mögliche Ursache von Schmerzzuständen bei Musikern
A. Heydt, G. Heydt
A. Heydt, G. Heydt ZUSAMMENFASSUNG Viele Musiker leiden unter Schmerzzuständen, die o! durch Überlastung oder eine Fehlhaltung entstehen. Schmerzen können aber auch durch ein angeborenes Leiden verursacht werden. Als Beispiel soll hier der Fall eines jungen Musikers beschrieben werden, der unter einem Tethered-Cord-Syndrom li“, welches schon in seinen Jugendjahren einer operativen Intervention hä“e zugeführt werden sollen, die der Patient aber abgelehnt ha“e. So kam es zu zunehmenden Schmerzen an den oberen Extremitäten sowie Blasenstörungen mit häu#gem Harndrang. Eine Kurzzeit-Psychotherapie konnte den Patienten nicht zu einem aktiven Angehen seiner Problematik anregen. Wichtig ist, bei Schmerzzuständen von Musikern auch an seltene Ursachen zu denken. Schlüsselwörter Schmerzstörung, Psychotherapie, Seltene Krankheiten, Tethered-Cord-Syndrom ABSTRACT Quite o!en musicians su“er #om a pain disorder, resulting #om excessive stress or an un$t body position.
Ein Nachruf auf Gerhard Mantel
Jochen Blum
Ungenutzte Potentiale – so lautete das !ema eines von Prof. Gerhard Mantel im Jahre 1997 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main veranstalteten Expertensymposiums. Die Deutsche Gesellscha“ für Musikphysiologie und Musikermedizin trauert um Gerhard Mantel, der am 13.6.2012 in Frankfurt verstarb. Prof. Gerhard Mantel war Teil des künstlerischen Beirates sowohl der Gesellscha“ selbst, als auch der von ihr herausgegebenen Fachzeitschri“ „Musikphysiologie und Musikermedizin“. Die Trauer, die uns alle tief erschü#ert, betri$ eine menschliche, künstlerische und wissenscha“liche Persönlichkeit, die im Gegensatz zum bewusst gewählten Titel des damaligen Symposiums ihre vielfältigen Potentiale intensiv genutzt ha#e, aber auch viele andere – Kolleginnen und Kollegen, Schüler und Studenten, Publikum und Künstler, Freundinnen und Freunde, Wissenscha“ler verschiedenster Disziplinen und Fachbereiche – damit beglückt ha#e.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren