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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2005
Ausgabe 03 / 2005
Kardiovaskuläre und psychische Reaktivität bei Musikern: Eine Interventionsstudie zur Podiumsangst
A. Hinz, I. Große, N. Krüger
Podiumsangst (Bühnenangst, überhöhtes
Lampenfieber) bedeutet für die Betroffenen
sowohl eine gesundheitliche Gefährdung als
auch eine Gefährdung der beruflichen Existenz. Ziel der Studie war die Objektivierung der
Beanspruchung (mittels 24-h-EKG) sowie die
Prüfung von zwei Interventionsformen.
26 Musiker und Musikstudenten wurden mittels
24-h-EKG während eines Tages mit einem Solo-Auftritt untersucht. Außerdem wurde die
psychische Befindlichkeit mittels Fragebogen
erhoben. Nach rund einem Jahr wurde eine
Wiederholungsuntersuchung durchgeführt,
wobei 11 Musiker Beta-Rezeptoren-Blocker
vor dem Auftritt einnahmen und weitere 10
Musiker in der Zwischenzeit ein psychologisches Entspannungsverfahren (Progressive
Muskelrelaxation) erlernten.
Die mittlere Herzfrequenz während des Auftritts bei der Erstuntersuchung betrug 128min-1;
im Vergleich dazu betrug der HerzfrequenzMittelwert beim Üben 98 min-1. Die Häufigkeit
atypischer und supraventrikulärer Extrasystolen war während des Auftritts gegenüber den
Übungs-Phasen im Mittel etwa verdoppelt. In
der Wiederholungsuntersuchung war die mittlere Herzfrequenz bei den Musikern mit BetaRezeptoren-Blockern während des Auftritts mit
nur 95 min-1 signifikant niedriger als bei der
Erstuntersuchung, wogegen sie bei den Personen mit Muskelrelaxation gegenüber der
Erstmessung nahezu unverändert blieb. Die
subjektive Befindlichkeit war bei den Personen
mit psychologischer Intervention (Muskelrelaxation) jedoch deutlich verbessert. Die Ergebnisse gestatten Schlussfolgerungen darüber,
bei welchen Personen eine Beeinflussung der
Reaktivität mit Beta-Blockern indiziert ist.
Schlüsselworte
Lampenfieber, Stress, Intervention, Puls, Musiker
Aufführungsangst ein gesundheitliches Risiko bei Musikern Ursachen, Therapie und Prävention
H. Möller, S. Castringius
Von der leistungsfördernden Auftrittsangst
(Lampenfieber) wird die leistungsmindernde
Auftrittsangst streng unterschieden.
Auf die psychischen und körperlichen, sowie
auf die das Verhalten beeinflussende Folgen
der Auftrittsangst werden eingegangen. Als
Auslöser der Auftrittsangst werden berufliche
Faktoren wie Alter, Erfahrungen Auftrittsvorbeitung und Leistungsanspruch beschrieben.
Daneben werden persönlichkeitsspezifische
Faktoren wie Disposition, individuelle biographische Erfahrungen, sowie Umweltfaktoren
genannt. Als Therapieansätze werden verschiedenen Psychotherapierichtungen, sowie
pharmakologische Behandlungen aufgezeigt.
Ferner werden Hinweise zur allgemeinen und
spezifischen Prävention von Auftrittsängsten
aufgezeigt.
Schlüsselworte
Aufführungsangst, Lampenfieber, Epidemiologie, Erklärungsansätze, Therapie
Kraniomandibuläre Dysbalancen als Voraussetzung für professionelle Leistungen am Musikinstrument?
P. Günther, K. Zima, E.J. Seidel
Musikphysiologie und Musikermedizin 2005, 12. Jg., Nr. 3 163 Kraniomandibuläre Dysbalancen als Voraussetzung für professionelle Leistungen am Musikinstrument?1 P. Günther2 , K. Zima3 , E.J. Seidel3 , Weimar 1 Dieser Beitrag wurde bereits in „Manuelle Medizin Band 43, Heft 4,Aug. 2005,Springer Verlag,S. 243-247“ veröffentlicht. Dem Springer-Verlag sind wir für die Genehmigung des Abdruckes sehr dankbar. 2 Zentrum für Physikalische u. Rehabilitative Medizin, Sophien- und Hufeland,Klinikum Weimar 3 Lehrbereich Musikermedizin und Musikphysiologie der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar Zusammenfassung Für die Behauptung, kraniomandibuläre Dysbalancen seien die Voraussetzung für professionelle Leistungen am Instrument, scheint es Hinweise zu geben. Alle Sinne und Muskeln sind zum Instrumentalspiel nötig. Eine ganzkörperliche Balance durch das Zusammenspiel von Haltung, Atmung, Stabilität und Flexibilität ist unabdingbar.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren