DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2013

Ausgabe 03 / 2013

Abstract

Anmerkungen zu einer musikspezifischen Rehabilitation bei neurologisch erkrankten Musikern

Elena Romana Gasenzer, Edmund A.M. Neugebauer (Köln)

Anmerkungen zu einer musikspezifischen Rehabilitation bei neurologisch erkrankten Musikern Anmerkungen zu einer musikspezifischen Rehabilitation bei neurologisch erkrankten Musikern Elena Romana Gasenzer, Edmund A.M. Neugebauer (Köln) Einleitung Die Fähigkeiten des Musikers übten in allen Epochen der europäischen Kulturgeschichte eine große Faszination aus. Seit dem 19. Jahrhundert rückte mit dem Aufommen des Virtuosentums das technische Können des Instrumentalisten immer mehr in den Vordergrund. Mit dem Entstehen der Neurologie im 19. Jahrhundert wurden erste neurologische Standartwerke veröfentlicht [3]. Im Zentrum des Interesses standen motorisch-kognitive Funktionsstörungen, wie etwa der Ausfall von Sprachfunktionen [6]. In der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Operationen am Gehirn dokumentiert [15, 12]. Seitdem standen musikalische Fragestellungen vermehrt im Zentrum der Hirnforschung, ebenso die celebrale Lokalisationslehre [5].

Abstract

Hämoglobin im Urin nach exzessivem Trommelspiel

Maria Schuppert (Detmold – Kassel)

In der Sportmedizin und Urologie sind gelegentlich aufretende dunkle Verfärbungen des Urins mit
Blutbeimengung nach übermäßiger Laufelastung
bekannt und inzwischen gut untersucht. Meist
beruht eine solche Hämoglobinurie auf mechanischer Hämolyse durch langanhaltenden Druck und
Stoß auf die feinen Blutkapillaren der Fußfächen.
Hiermit vergleichbar ist das Aufreten von Hämoglobinurie nach exzessiven Belastungen der Handfächen beim Trommelspielen. Es handelt sich um
eine sehr seltene musikermedizinische Fragestellung, die im Folgenden kurz dargestellt werden soll.

Abstract

Eine Studie zum psychologischen Wohlbefinden der professionellen Orchestermusiker in Australien

Dianna T. Kenny, Tim Driscoll, Bronwen Ackermann (Sydney, Australien)

Im Rahmen einer Querschnitsstudie, an der alle
Musiker der acht professionellen Symphonie- und
Bühnenorchester Australiens teilnehmen konnten,
fanden psychosoziale Befragungen stat. Die Rücklaufquote betrug 70% (n=377). Weibliche Musiker
berichteten signifkant häufger als die Männer über
permanente Angstzustände (trait anxiety), Aufritsangst (MPA), soziale Angst und andere Formen von
Angst und Depressionen. Die j&uuml;ngsten Musiker (< 30
Jahre) waren im Vergleich zu den &auml;ltesten Musikern
(51+) signifkant &auml;ngstlicher, dabei waren die j&uuml;ngsten
weiblichen Musikerinnen am st&auml;rksten von Aufritsangst betrofen. Bei den &auml;lteren Musikern (51+) war
die Aufritsangst am geringsten ausgepr&auml;gt. Dreiunddrei&szlig;ig Prozent (33%) der Musiker erf&uuml;llen die
Kriterien zur Diagnose einer sozialen Phobie. Zweiundzwanzig Prozent (22%) der Musiker bejahten
die Frage nach postraumatischen Belastungsst&ouml;rungen. Bei zweiunddrei&szlig;ig Prozent (32%) ergaben sich
positive Resultate im Depressionsscreening. Diese
Untergruppe hate bei den Angstmessungen h&ouml;here
Werte. Durch die lineare Regressionsanalyse konnten
STAI-T (State-Trait-Angst), SPIN (soziale Phobien),
ADD (Angst- und Depressionen) und das Alter als
unabh&auml;ngige Pr&auml;diktoren f&uuml;r den Grad der Aufritsangst identifziert werden. Eine signifkante Anzahl
von Musikern (14%) konsumierte Alkoholmengen
oberhalb der Richtlinien des Nationalen Rates f&uuml;r
Gesundheit und Medizin Australiens (NHMRC &ndash;
2009). Nur sechs Prozent waren gegenw&auml;rtig Raucher.
Die Studienergebnisse ofenbaren ein signifkantes Muster von Angst, Depressionen und negativem
Gesundheitsverhalten. Dies erfordert arbeitsmedizinische und gesundheitspolitische Beachtung und
zeigt den Bedarf spezifscher Programme f&uuml;r die
Berufsgruppe der Musiker.

Abstract

Vergleich der studienbezogenen Verhaltens- und Erlebensmuster bei Musikstudierenden des künstlerischen Hauptfaches und der Schulmusik

Manfred Nusseck und Claudia Spahn (Freiburg)

Musikphysiologie und Musikermedizin 2013, Nr. 3. Jg. 20 117 Vergleich der studienbezogenen Verhaltensund Erlebensmuster bei Musikstudierenden des k&uuml;nstlerischen Hauptfaches und der Schulmusik Manfred Nusseck und Claudia Spahn (Freiburg) Einleitung An Musikhochschulen in Deutschland werden Studierende in k&uuml;nstlerisch/p&auml;dagogischen Studieng&auml;ngen und Studierende im Studiengang Lehramt an Gymnasien mit dem Fach Musik ausgebildet. Diese Studieng&auml;nge f&uuml;hren zu drei unterschiedlichen Berufsbildern: Erstens zum konzertierenden Musiker im Orchester oder Ensemble (fr&uuml;her bezeichnet als K&uuml;nstlerische Ausbildung K, heute Bachelor of Music &bdquo;K&uuml;nstlerisches Profl&OpenCurlyDoubleQuote;), zweitens zum Instrumental- und Gesangsp&auml;dagogen (fr&uuml;her bezeichnet als Musiklehrer ML, heute Bachelor of Music &bdquo;K&uuml;nstlerisches-p&auml;dagogisches Profl&OpenCurlyDoubleQuote;), drittens zur Lehrkraf am Gymnasium mit dem Fach Musik (bezeichnet als Schulmusik SM) einschlie&szlig;lich eines weiteren Schulfachs.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren