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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2001
Ausgabe 04 / 2001
Hand-Wunder - Vom Spitzgriff zur Liszt-Sonate
E. Altenmüller
Musikphysiologie und Musikermedizin 2001, 8. Jg., Nr. 4 139 Musikphysiologie Hand-Wunder,Vom Spitzgriff zur Liszt-Sonate1 Eckart Altenmüller, Hannover „Die kompliziertesten und doch am perfektesten koordinierten Willkürbewegungen im ganzen Tierreich sind die Bewegungen der menschlichen Hand und der Finger. Und vielleicht werden bei keiner anderen menschlichen Aktivität die ungeheuren Leistungen des Gedächtnisses, der komplexen Integration und der muskulären Koordination eines professionellen Pianisten übertroffen“. (Homer W. Smith, übersetzt aus : From Fish to Philosopher. Boston, Little Brown, 1953: pp 197) 1 Erschienen 1999 in: „Die Hand,Werkzeug des Geistes“. Hrsg. Marco Wehr und Martin Weinmann, Copyright: Spektrum Verlag, Heidelberg, Berlin, Oxford Einleitung Das Schwierigste, was der Mensch vollbringen kann, ist professionelles Musizieren auf hohem Niveau.
Patientenmotivation - unverzichtbare therapeutische Hilfe bei Verletzungen professioneller Musiker
M. Neuber, A. Joist und A. Probst
Die Eigenmotivation, die ein Patient mit einer
verstümmelnden Handverletzung zur Rehabilitation mitbringt, ist entscheidend für die spätere Gebrauchsfähigkeit der Hand. Dies soll am
Fall eines Gitarrenlehrers dargestellt werden,
der nach subtotalen und totalen Fingeramputationen seiner Griffhand in seinen Beruf zurückgekehrt ist. Durch konsequente Übungen an
seinem Instrument glich er die funktionellen
Defizite der Hand aus und gewann eine gerichtliche Auseinandersetzung gegen seinen
Arbeitgeber, der ihm die physische Fähigkeit
absprach, die Gitarre klassisch spielen zu
können. Es wird deutlich, dass mehr denn je
der Eigenmotivation des Betroffenen die Mitverantwortlichkeit an der mehr oder weniger
vollständigen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zukommt. Wir beobachten nicht
selten, dass in einem System des „jobsharing„,
bei dem mehrere Glieder des Gesundheitssystems ineinandergreifen müssen (Operateur,
Physiotherapeut, Sozialarbeiter, Hausarzt), der
Patient – bringt er sich nicht selber ein – auf der
Strecke bleibt. Es soll gezeigt werden, wie
wichtig und erfolgversprechend es sein kann,
den Patienten bei seiner Absicht zur beruflichen Rückkehr zu unterstützen. Darüber hinaus wünschen wir uns, dass dieses Beispiel
als Antrieb für gleichfalls Betroffene dient.
Popmusik auf Tournee - ein Interview
S. Ehrchen
Abgesehen von einigen Untersuchungen zum
Drogenkonsum in der englischsprachigen Literatur werden gesundheitliche Probleme von
Popmusikern von der Musikermedizin kaum
thematisiert. In den Standardwerken der Musikermedizin fehlen größtenteils sogar die Beschreibung von gängigen Instrumenten und
Spieltechniken, wie sie von Pop-Bands benutzt
werden (vgl. Voigt 1995:76).
Darum möchte ich – für eine wissenschaftliche
Zeitung vielleicht ungewöhnlich – mit einem
Interview die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken. Aber wenn die harten Daten fehlen, ist ein Interview ein probates Mittel, um
einen Anfang zu machen. Das folgende Interview wurde mit Johannes Wessels, Konzertund Tournee-Veranstalter, und Hauke Steinhof, örtlicher Veranstalter (beide epm entertainment gmbh, Hamburg) geführt. Themen
waren Tournee-Organisation, gesundheitliche
Probleme, Drogenkonsum, Versicherung und
medizinische Versorgung von Popmusikern
auf Tournee.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren