DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Ihr Filter für das Schlagwort "Rehabilitation" ergab: 4 Treffer

Zeitschrift 2020

Ausgabe 01 / 2020

Abstract

Retrospektive Datenanalyse einer phoniatrischen Bläsersprechstunde

H. Seuken, T. Massing, W. Angerstein (Düsseldorf)

Eine retrospektive Datenanalyse von 54 Bläsern wird
präsentiert. Die Musiker wurden in der phoniatrischen Poliklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf zwischen 2006 und 2019 untersucht.
Ihre Krankenakten wurden hinsichtlich folgender
Kriterien ausgewertet:
1. allgemeine Informationen (Alter, Geschlecht,
Instrumente, Ausbildungsgrad,
Anzahl der Konsultationen)
2. Diagnosen (Mundlippen, Stimmlippen,
sonstige)
3. Rehabilitation
Die meisten Patienten waren männliche, professionelle Trompeter und konsultierten die Bläsersprechstunde einmalig. Mehr als die Hälfte der Patienten
litten an einer Mundlippen- und/oder Stimmlippenerkrankung (z. B. Ansatzdystonie, supraglottische
hyperfunktionelle Dysphonie). Rehabilitativ stellten die Patienten vorwiegend ihren Ansatz um,
legten eine Spielpause ein und/oder erhielten einen
Übeplan.

Zeitschrift 2018

Ausgabe 03 / 2018

Abstract

Das Beste für den Musiker" - Immer konservativ bleiben? - eine Fallbesprechung 

Egbert J. Seidel (Weimar)

Fallbericht über einen Musiker (Saxophon, Klarinette), welcher sich eine Fraktur eines Metakarpalknochens zugezogen hatte. Diese wurde konservativ therapiert und es kam zu einer Verkürzung
mit erheblichen funktionellen Problemen am
Instrument.

Zeitschrift 2002

Ausgabe 02 / 2002

Abstract

Fokale Dystonie bei einer 21jährigen Querflötistin – Diagnostik, Therapie, Rehabilitation - Fallstudie

E. J. Seidel et al.

Einleitung
Anhand einer Fallstudie wird am Beispiel einer
21jährigen Querflötistin mit fokaler Dystonie
die notwendige interdisziplinäre Diagnostik und
Therapie beschrieben.
Unter fokalen Dystonien (wörtlich übersetzt:
„auf bestimmte Muskelgruppen beschränkte
Fehlanspannung“) versteht man unwillkürliche,
meist schmerzfreie muskuläre Verkrampfungen und Dyskoordinationen in umschriebenen
Muskelgruppen. Der sogenannte „Musikerkrampf“ tritt bei komplexen, langgeübten Bewegungsfolgen am Musikinstrument auf. Die
Symptomatik der seltenen Erkrankung beginnt
meist schleichend. Die Betroffenen schildern in
charakteristischer Weise einen zunächst als
spieltechnisch interpretierten, dann aber bald
als katastrophal und körperfremd empfundenen motorischen Kontrollverlust. In aller Regel
bestehen keine Schmerzen und keine sensiblen Mißempfindungen. Ein entscheidendes
Merkmal ist, daß die Bewegungsstörung zuerst
ausschließlich im Zusammenhang mit komplexen Bewegungen am Instrument ausgelöst
wird und dass andere feinmotorische Fähigkeiten nicht betroffen sind. Allen Patienten gemein ist, dass willentliche Gegensteuerung die
Symptomatik der unwillkürlichen Verkrampfung
eher verstärkt. Ablenkung der Aufmerksamkeit
bessert dagegen die Störung (Altenmüller,
1996, [1]).
Es wird verdeutlicht, dass nur das Zusammenwirken unterschiedlicher Fachdisziplinen
und des therapeutischen Teams eine Erfolg
versprechende Rehabilitation ermöglicht.

Zeitschrift 2001

Ausgabe 04 / 2001

Abstract

Patientenmotivation - unverzichtbare therapeutische Hilfe bei Verletzungen professioneller Musiker

M. Neuber, A. Joist und A. Probst

Die Eigenmotivation, die ein Patient mit einer
verstümmelnden Handverletzung zur Rehabilitation mitbringt, ist entscheidend für die spätere Gebrauchsfähigkeit der Hand. Dies soll am
Fall eines Gitarrenlehrers dargestellt werden,
der nach subtotalen und totalen Fingeramputationen seiner Griffhand in seinen Beruf zurückgekehrt ist. Durch konsequente Übungen an
seinem Instrument glich er die funktionellen
Defizite der Hand aus und gewann eine gerichtliche Auseinandersetzung gegen seinen
Arbeitgeber, der ihm die physische Fähigkeit
absprach, die Gitarre klassisch spielen zu
können. Es wird deutlich, dass mehr denn je
der Eigenmotivation des Betroffenen die Mitverantwortlichkeit an der mehr oder weniger
vollständigen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zukommt. Wir beobachten nicht
selten, dass in einem System des „jobsharing„,
bei dem mehrere Glieder des Gesundheitssystems ineinandergreifen müssen (Operateur,
Physiotherapeut, Sozialarbeiter, Hausarzt), der
Patient – bringt er sich nicht selber ein – auf der
Strecke bleibt. Es soll gezeigt werden, wie
wichtig und erfolgversprechend es sein kann,
den Patienten bei seiner Absicht zur beruflichen Rückkehr zu unterstützen. Darüber hinaus wünschen wir uns, dass dieses Beispiel
als Antrieb für gleichfalls Betroffene dient.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren