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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
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Zeitschrift 2004
Ausgabe 01 / 2004
Spontaneität und innere Ordnung Die Feldenkrais-Methodein der Musik
H. Schmidt
Die Feldenkrais-Methode ist ein organischer,
somato-psychischer Lernprozess zur Entwicklung des Bewegungs- und Handlungsspielraums und somit des persönlichen Potentials.
Der Physiker Moshe Feldenkrais untersuchte
die Zusammenhänge zwischen Bewegung,
Sinneswahrnehmung, Denken und Fühlen und
entwickelte eine Methode, die auf deren
Wechselwirkung und der natürlichen Lernfähigkeit des menschlichen Nervensystems basiert (Plastizität des Zentralnervensystems).
Sein Ansatz beruht darauf, die eigene Entwicklungsfähigkeit durch Bewegung zu nutzen. Das
ist ein einfacher, leichter Weg, sich seiner eigenen Gewohnheiten bewusst zu werden und
spielerisch Alternativen zu entwickeln. Der Aneignung einer größeren Bewegungsvielfalt liegen die dynamischen Beziehungen des Muskel-Nervensystems zugrunde.
Methodisch unterscheidet man zwei Arten der
Feldenkrais-Arbeit:
– In Einzelstunden gibt der FeldenkraisPädagoge sensorische Informationen, indem er den Schüler mit leichter, sanfter
Berührung bewegt. Das menschliche Nervensystem nimmt körperliche Veränderung
wahr. Diese spezielle Art der Information
kann dem einzelnen ermöglichen, seine
Art sich zu bewegen bzw. den SelbstGebrauch neu zu organisieren. Feldenkrais nannte diese „eins-zu-eins“ Arbeit
Funktionale Integration®.
– Die Arbeit in der Gruppe heißt Bewusstheit
durch Bewegung®(ATM)1
. In einer ATM
Lektion initiieren die Schüler die Bewegung
selbst, sie werden dazu vom Lehrer verbal
angeleitet. Die Idee ist der der Funktionalen Integration sehr ähnlich: die Bewegungen rufen Sinneswahrnehmungen hervor,
die vom Nervensystem benutzt werden,
um sich zu reorganisieren.
1
ATM ist die Abkürzung von Awareness through
Movement, dem englischen Begriff für Bewusstheit durch Bewegung (BdB), der auch im Deutschen häufig verwendet wird.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren