DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2003

Ausgabe 02 / 2003

Abstract

Beethovens Taubheit: "Wie ein Verbannter muß ich leben"

H.-P. Zenner

Musikphysiologie und Musikermedizin 2003, 10. Jg., Nr. 2 95 Musikermedizin – Geschichte der Medizin Beethovens Taubheit: „Wie ein Verbannter muß ich leben“# H.-P. Zenner, Tübingen 1801, im Alter von 31 Jahren, schildert Beethoven seine Symptome: Schwerhörigkeit mit Hochtonverlust und Sprachverständlichkeitsverlust, quälende Ohrgeräusche [Tinnitus], Verzerrungen [Recruitment] und Überempfindlichkeit für Schall [Hyperakusis]. In einem Brief an seinen Freund Dr. Franz Gerhard Wegeler (1765 bis 1848) vom 29. Juni beschreibt Beethoven die dissonante Kognition von Menschen und eigener Musik: „Der neidische Dämon hat meiner Gesundheit einen schlimmen Streich gespielt, nämlich mein Gehör ist seit drei Jahren immer schwächer geworden [Schwerhörigkeit]. . . . nur meine Ohren, die sausen und brausen Tag und Nacht fort [Tinnitus]. . . . Ich bringe mein Leben elend zu. Seit zwei Jahren meide ich alle Gesellschaften, weils mir nicht möglich ist, den Leuten zu sagen, ich bin taub.

Abstract

Chirurgie der Hand bei Musikern mit Rheumatoider Arthritis

N. Ell

Die Rheumatoide Arthritis („RA“) ist eine entzündliche Erkrankung, basierend auf einer Antigen-Antikörper-Reaktion mit körpereigenen
Substanzen. Sowohl in Frühstadien wie Spätstadien an der Hand können handchirurgische
Maßnahmen erforderlich werden. Bei der Behandlung von Musikern sind neben guten
handchirurgischen Kenntnissen auch Erfahrungen in der chirurgischen Behandlung des
Rheumas und auch besonders Kenntnisse der
Spieltechniken an einzelnen Instrumenten erforderlich. Die Veränderungen der Hand in frühen und späten Stadien dieser Erkrankung
und deren Auswirkung auf den Musiker werden kurz dargestellt.
Danach richten sich die Indikation zur Operation, die Auswahl der richtigen Operationsmethode sowie genaue präoperative Überlegungen über Detailfragen. Die Wahl des operativen Vorgehens ist häufig abhängig von dem
gespielten Instrument und kann zwischen
rechter und linker Hand unterschiedlich sein,
manchmal sogar von einem Finger zum nächsten. Wenn es irgendwie möglich ist, sollten die
erwarteten Resultate einer Operation präoperativ durch Anpassen von statischen oder dynamischen Schienen simuliert werden.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren