DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2012

Ausgabe 03 / 2012

Musikermedizin, Orchester, Berufsalltag von Musikern, Organisation, Konzertreisen

A. Zielke, Th. Muth, Th. Massing, W. Angerstein

Abstract

Bühnenangst als Chance

A. Stockmann

Bühnenangst als Chance Angelika Stockmann (Essen) Einleitung Bühnenangst ist unter Musikern noch immer mit einem Tabu belegt. Wer sich outet, läut Gefahr, sich zu disqualiizieren. Der Körper zeigt jedoch Grenzen auf, indem die innere Anspannung unüberhörbare Symptome auslöst. Es ist die somatische Verkörperung der Angst, die die Spielfähigkeit einschränkt, das Gelingen bedroht und den Musiker „blamiert“. Die „Angst vor der Angst“ führt häuig zum Versuch, sie zu verbergen. Die daraus wiederum resultierenden Verkrampfungen oder Blockaden verstärken Unsicherheit, Stress und die Befürchtungen zu Scheitern –ein Teufelskreis. In „Biologie der Angst“ beleuchtet G. Hüther die biologische Bedeutung von Angst und Stress für unsere Selbstorganisations- und Anpassungsprozesse [3]. Stresssituationen fungieren als Trigger für Entwicklung und Reifungsprozesse, weil sie uns zwingen, auf Herausforderungen, in denen unsere gewohnten Muster versagen, neue Lösungen zu inden.

Abstract

Tagungsbericht: „Burnout“ bei Hochleistungsanforderungen. Musiker und Mediziner

L. Schattenburg, R.J. Knickenberg, M. Schuppert

TAGUNGSBERICHTE „Burnout“ bei Hochleistungsanforderungen Musiker und Mediziner Ein Rückblick auf die 5. musikermedizinische Tagung der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt in Kooperation mit der DGfMM Lothar Schatenburg*; Rudolf J. Knickenberg* (Bad Neustadt); Maria Schuppert# (Detmold,Kassel) * Psychosomatische Klinik Bad Neustadt, Abteilung Rehabilitation # Zentrum für Musikergesundheit, Hochschule für Musik Detmold Die 5. musikermedizinische Tagung der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt vom 22.-23.6.2012 fand wieder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschat für Musikphysiologie und Musikermedizin stat. Sie stand unter der wissenschatlichen Leitung von Prof. Dr. S. Kerber, Dr. R.J. Knickenberg, Prof. Dr. H. Möller und Prof. Dr. M. Schuppert. Interdisziplinär wurden medizinische, psychologische, psycho-, körper- und kunsttherapeutische, pädagogische und künstlerische Aspekte unter dem Fokus „Burnout“ beleuchtet.

Abstract

Tagesschwankungen beim Spielen von Orchestergeigern – Eine Pilotstudie

H.J. Koch, H. Fregin

Die menschliche Leistungsfähigkeit und physiologische Parameter verändern sich mit der Tageszeit. Über die zirkadiane Rhythmik musikalischer
Fertigkeiten existieren bisher keine gesicherten
wissenschatlichen Erkenntnisse. In einer Pilotstudie spielten sechs professionelle Violinisten
(Alter: 38 – 57 Jahre) ein standardisiertes Musikstück (Johann Sebastian Bach, Partita Nr. 2 a-Moll,
BWV 1004, 4. Satz „Gigure“). Vitalfunktionen und
Temperatur sowie künstlerische Kriterien wurden
um 08.00 Uhr, 12.00 Uhr, 16.00 Uhr und 20.00
Uhr kontrolliert. Die musikalischen Kriterien
zeichneten sich durch markante Schwankungen
aus, wobei tendenziell die künstlerischen Darbietungen um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr Maxima
aufwiesen. Die Klarheit der Töne und Temposchwankungen tendierten dagegen in den Morgenstunden zu höheren Werten.

Abstract

Tagungsbericht: Musikergesundheit in Irland. Performing Arts Medicine Ireland, PAMI, gegründet

C. Zalpour

Musikphysiologie und Musikermedizin 2012, Nr. 3, 19. Jg. 215 Musikergesundheit in Irland Performing Arts Medicine Ireland, PAMI, gegründet Christoff Zalpour (Osnabrück) Mit dem ersten internationalen Kongress zur Musikergesundheit in Irland, der am 13. Oktober 2012 in Galway/Irland statfand, präsentierte sich die PAMI der Öfentlichkeit. Organisiert und wissenschatlich verantwortet wurde der Kongress unter dem Vorsitz des Rheumatologen Dr. Ronan Kavanagh, der in der „Galway Clinic“ eine Musikerambulanz betreibt, Dr. Juliet Bressan, Direktorin des „Dublin Performing Arts Medical Center“, die auch auf der diesjährigen PAMA-Konferenz in Aspen den Vortrag „Notes From a Small Island: Developing a Musicians‘ Dystonia Clinic at a Major Teaching Hospital in Ireland“ vorgetragen hat, dem Allgemeinmediziner und Schritsteller Dr. Pat Herold, sowie dem irlandweit bekannten Violinisten und Flötisten der irischen Folkband „Lunasa“ Dr. Sean Smyth, Hausarzt in Ennis / IRL.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren