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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Ihr Filter für das Schlagwort "Musiker" ergab: 13 Treffer
Zeitschrift 2026
Ausgabe 01 / 2026
Traumberuf — Ein Handwerker mit 150 Werkzeugen
Frederick Dustmann
Erschienen in FAZ.NET, 30.10.2025
Martin Hennecke ist Pauker im Saarländischen Staatsorchester / Für ihn ist es ein Traumberuf – doch der hat seinen Preis.
Etwa 30 verschiedene Trommelschlägel liegen wie Chirurgenbesteck fein säuberlich nebeneinander aufgereiht. Martin Hennecke greift sich zwei Schlägel und fängt leise an, auf seiner Pauke zu spielen. Die Probe des Staatsorchesters Saarbrücken kann beginnen.
Zeitschrift 2023
Ausgabe 01 / 2023
Musizieren mit Dysmelien und Amputationen: Eine systematische Darstellung der Möglichkeiten aus musikpädagogischer und musikermedizinischer Sicht
Kerith Müller, Eckart Altenmüller
Menschen mit Dysmelien und Gliedmaßen-Amputationen können durch das Instrumentalspiel nicht nur in ihrer sensomotorischen Entwicklung und Koordination profitieren, sie können durch das aktive Musizieren auch soziale Integration, Selbstwirksamkeit und kulturelle Teilhabe erleben.
Kinder, die mit Dysmelien geboren wurden oder früh eine Gliedmaßen-Amputation erleiden und den
Wunsch haben ein Instrument zu erlernen, stoßen mit ihren Eltern häufig auf Schwierigkeiten bei der Wahl des Instruments. Kompetente Beratung durch Instrumentallehrkräfte scheitert häufig an mangelndem Wissen. Menschen, die bereits ein Instrument spielen und im Laufe ihres Lebens eine Amputation erleiden, möchten oftmals auch nach der Amputation weiter musizieren. Nur wenige Orthopädietechnik- und Instrumentenbau-Firmen sind auf deren besondere Bedürfnisse spezialisiert.
Mittlerweile gibt es jedoch eine große Bandbreite an Anpassungen der Instrumente, orthopädischer Hilfsmittel sowie musikpädagogischer Ansätze an individuelle Bedürfnisse bei körperlichen Einschränkungen.
Dieser Artikel beschreibt und systematisiert Adaptionspotenziale einzelner Instrumentengruppen bzw. Instrumente und führt eine Reihe der bereits entwickelten individuellen und serienmäßigen Hilfsmittel auf.
Auf diese Weise möchte der Artikel dazu beitragen, Menschen mit Dysmelien und Amputationen und ihre Familien, sowie Instrumentallehrkräfte und Orthopädietechnikerinnen und -techniker, Medizinerinnen und Mediziner und Instrumentenbauerinnen und -bauer zu ermutigen, interdisziplinär und kreativ individuelle Lösungen für die Betroffenen zu entwickeln.
Zeitschrift 2021
Ausgabe 03 / 2021
Musizieren mit Behinderung: Ein Blick aus der Musikphysiologie und Musikermedizin
M. Schuppert (Würzburg-Kassel), E. Altenmüller (Hannover)
‚
Menschen mit Behinderungen können in vielfältiger
Weise von musikalischen Aktivitäten profitieren.
Denn Instrumentalspiel und Gesang fördern nicht
nur die sensomotorische Kontrolle, Koordination
und Gedächtnisleistung, sondern tragen auch zu
sozialer Integration, emotionaler Stabilität und
damit zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Obwohl
viele Menschen mit Behinderung hoch motiviert sind zu musizieren, wird ihr Potenzial noch
immer unterschätzt. Inzwischen hat es jedoch eine
beeindruckende Entwicklung hinsichtlich ergonomischer Anpassungen, musikpädagogischer
Ansätze und auch des Musikrepertoires für Musiker
mit Behinderungen gegeben. Eine Reihe von Berufsmusikern mit körperlichen Beeinträchtigungen
und Wahrnehmungsstörungen belegen, dass trotz
schwerer Einschränkungen ausgesprochen hohe
musikalische Leistungen erreicht werden können.
Kinder und Erwachsene mit Behinderungen sollten ermutigt werden zu musizieren. Dabei sollten sie
von Eltern und Familie, Musikpädagogen, Therapeuten, Ärzten sowie Musikinstrumentenherstellern und
Medizintechnikern unterstützt werden. Durch individuelle Herangehensweise, Neugierde und Bereitschaft können musikalische Potenziale erkannt und
gefördert werden.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die
Auswirkungen verschiedener Behinderungen auf die
musikalischen Aktivitäten von Amateur- und Berufsmusikern und beschreibt Initiativen, Technologien,
Literatur und Unterrichtsansätze, die Instrumentalspiel und Gesang bei Menschen mit körperlichen,
wahrnehmungsbedingten oder geistigen Störungen
unterstützen.
Zeitschrift 2019
Ausgabe 01 / 2019
Nervenkompressionssyndrome bei Musikern: Phänomenologie, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Eckart Altenmüller (Hannover) und Hans-Christian Jabusch (Dresden)
Nervenkompressionssyndrome bei Musikern sind
in der Musikerambulanz häufige Krankheitsbilder.
Ungünstige Instrumentenergonomie und damit
einhergehende dysfunktionale Haltungen, lange
Übezeiten und psychologische Stressfaktoren tragen
zu der hohen Prävalenz bei.
Die klassischen Nervenkompressionssyndrome,
nämlich das Karpaltunnelsyndrom und die UlnarisNeuropathie, sind oft durch ungünstige Handgelenksund Ellbogenhaltungen verursacht und können gut
konservativ durch Haltungsumstellungen behandelt
werden. Auch das Thoracic-outlet-Syndrom kann
meist konservativ mit ergonomischen Maßnahmen,
z.B. Rucksackgurten ausheilen. Seltener treten
das Pronator-teres-Syndrom und das Interosseusanterior-Syndrom sowie die digitalen Kompressionssyndrome auf.
Die meisten Nervenkompressionssyndrome können
klinisch leicht erkannt werden, wenn die Untersuchung am Instrument erfolgt und die spezifische Haltearbeit sowie mechanische Kompression
analysiert wird. Die Diagnose kann durch Nervenleitgeschwindkeitsmessungen und durch die Neurosonographie gesichert werden, wobei in der sehr
sensiblen Patientengruppe häufig die Symptome im
Frühstadium elektrophysiologisch nicht objektiviert
werden können.
Zeitschrift 2016
Ausgabe 03 / 2016
Evidenz für verbesserte Interozeptionsgenauigkeit bei professionellen Musikern
Katharina L. Schirmer-Mokwa, Pouyan R. Fard, Anna M. Zamorano, Sebastian Finkel, Niels Birbaumer und Boris A. Kleber
Interozeption wurde bislang als eine eher unveränderbare Fähigkeit angesehen. Neuere Untersuchungen lassen jedoch vermuten, dass die Körperwahrnehmung durch das Training von multisensorischer
Integration, wie zum Beispiel beim Musizieren,
verändert werden kann. 13 Sänger, 12 Streicher
und 13 Nicht-Musiker wurden mit Hilfe eines etablierten Modells zur Testung der Herzschlagwahrnehmung untersucht, ergänzt durch Fragebögen
zu verschiedenen Persönlichkeitsaspekten. Beide
Musiker-Gruppen zeigten eine höhere Interozeptionsgenauigkeit auf als die Nicht-Musiker. Außerdem konnten etwa 49% der Varianz in der Herzschlagwahrnehmung bei den Sängern durch deren
Gesamtübedauer erklärt werden. Persönlichkeitsfaktoren konnten als Einflussfaktoren ausgeschlossen werden. Dies weist darauf hin, dass professionelle Musiker, verglichen mit Nicht-Musikern,
aufgrund des musikalischen Trainings eine verbesserte Interozeptionsgenauigkeit aufweisen.
Zeitschrift 2013
Ausgabe 01 / 2013
Zur besonderen Problematik von Kontaktallergien bei Instrumentalisten
Elena Romana Gasenzer (Witten/Herdecke)
In den letzten Jahren nimmt die Zahl der allergischen
Erkrankungen aller Art stetig zu. Dabei handelt es
sich um fehlgeleitete Abwehrreaktionen des Immunsystems. Bei Musikern ist das Krankheitsbild der
allergischen Kontaktdermatitis ein häu+g au,retendes Problem. Auslöser der allergischen Reaktion
sind bei ihnen o,mals die im Musikinstrumentenbau
verwendeten tropischen Holzarten. Rosenholzgewächse wie Ebenholz oder Palisander enthalten in
hohem Maß Neo-avonoide, die bei lang andauerndem Hautkontakt eine Allergie auslösen können. In
der Holzverarbeitung und im Musikinstrumentenbau tri* dementsprechend durch Einatmen der im
Holzstaub enthaltenen Sto.e die sog. Holzstauballergie auf. Besonders Holzbläser, hohe Streicher und
Percussionisten sind gefährdet, eine Kontaktdermatitis zu entwickeln: Holzblasinstrumente sowie die
Schlägel von Schlaginstrumenten werden aufgrund
der Klangeigenscha,en tropischer Hölzer vorwiegend aus Ebenholz oder Palisanderarten gefertigt.
Weil inzwischen hochwertige Instrumente aus tropischen Hölzern im allgemeinen Musikinstrumentenhandel verfügbar sind, können auch Laien und
Hobby-Musiker an einer Kontaktallergie erkranken.
Bei Quer-öten und Blechblasinstrumenten besteht
die Gefahr, eine allergischer Reaktion gegen das im
Metall enthaltende Nickel oder Messing zu entwikkeln. Besonders kritisch stellt sich dieses Problem
bei Kindern dar, insbesondere, wenn sie bereits eine
Allergie – etwa auf Pollen oder Lebensmi*el – haben.
Eltern und Musiklehrer wissen meistens nicht, welche
Materialen im Instrument ihres Kindes stecken.
Hier ist auch der Arzt gefragt, seine Patienten bzw.
deren Eltern entsprechend zu beraten und ggf. beim
Vorhandensein von Ekzemen an Händen, Mund oder
Gesicht auf mögliche Ursachen anzusprechen.
Zeitschrift 2012
Ausgabe 03 / 2012
Tagesschwankungen beim Spielen von Orchestergeigern Eine Pilotstudie
H.J. Koch, H. Fregin
Die menschliche Leistungsfähigkeit und physiologische Parameter verändern sich mit der Tageszeit. Über die zirkadiane Rhythmik musikalischer
Fertigkeiten existieren bisher keine gesicherten
wissenschatlichen Erkenntnisse. In einer Pilotstudie spielten sechs professionelle Violinisten
(Alter: 38 – 57 Jahre) ein standardisiertes Musikstück (Johann Sebastian Bach, Partita Nr. 2 a-Moll,
BWV 1004, 4. Satz „Gigure“). Vitalfunktionen und
Temperatur sowie künstlerische Kriterien wurden
um 08.00 Uhr, 12.00 Uhr, 16.00 Uhr und 20.00
Uhr kontrolliert. Die musikalischen Kriterien
zeichneten sich durch markante Schwankungen
aus, wobei tendenziell die künstlerischen Darbietungen um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr Maxima
aufwiesen. Die Klarheit der Töne und Temposchwankungen tendierten dagegen in den Morgenstunden zu höheren Werten.
Zeitschrift 2011
Ausgabe 03 / 2011
Dynamik des Augeninnendrucks bei professionellen Holz- und Blechbläsern während alltäglicher Spielsituationen
Susanne Jahnke, Gunnar Schmidtmann, Hans-Jürgen Grein, Egbert Seidel, Wolfgang Sickenberger
Individuell zu hoher Augeninnendruck (Intraokulardruck, IOD) kann glaukomtypische Schäden
bewirken, die unbehandelt zur Erblindung führen
können. Studienziel war, IOD und Blutdruck (BD)
bei professionellen Holz- und Blechbläsern während sowie nach alltäglicher Spielbelastung zu messen.
Methode
IOD und BD wurden bei 37 Blech- und 17 Holzbläsern vor und nach dem Spiel dreier Tonfrequenzen
gemessen, sowie während und nach zehnminütigen
Spielübungen. Einflüsse von Gehörschutz, Instrumentenklasse, Rauchen, Ausdauersport und Spielpraxis wurden analysiert.
Ergebnisse
Blechbläser wiesen nach hohen, mittleren und
tiefen Tönen eine signifikante IOD Steigerung
auf (p<0,001 und p=0,004) und der systolische
BD wurde signifikant um max. 30 mm Hg erhöht.
Holzbläser zeigten bei hohen Tonfrequenzen einen
signifikanten IOD Anstieg (Oboe: 17±2,9 mm Hg
auf 21±4,4 mm Hg, p=0.017). Zehnminütige Spielübungen erhöhten den IOD in beiden Gruppen,
wobei bei Blechbläsern IOD und BD signifikant
anstiegen. Ein zusätzlich gespielter Ton mit max.
Belastung steigerte den IOD signifikant auf bis zu
64 mm Hg. Hochwiderstandsblechbläser (Trompete, Horn) zeigten gegenüber Niedrigwiderstandsblechbläsern (Posaune, Tuba) einen höheren IOD.
Junge Berufsmusiker, Nichtraucher und Ausdauersportler hatten tendenziell einen niedrigeren IOD
als Berufsanfänger, Raucher und Nichtsportler. Gehörschutz beeinflusste nicht signifikant.
Schlussfolgerung
Professionelle Blasmusiker sind durch deutliche
IOD- Erhöhungen und Schwankungen einem erhöhtem Glaukomrisiko ausgesetzt und sollten regelmäßig ophthalmologisch untersucht werden.
Zeitschrift 2008
Ausgabe 03 / 2008
Konzeption einer Musikerberatung und Musiker-Psychotherapie in Stuttgart
Angelika Heydt, Stuttgart
Musiker befinden sich während eines Konzertes und häufig auch in den Proben in Hochleistungszuständen. Dies bedarf, ebenso wie
im Sport, einer körperlichen und psychischen
Fürsorge und Pflege. Sind bereits Beschwerden oder Störungen vorhanden, kann eine
schelle und fachgerechte Hilfe die häufig leidvolle Situation von Musikern erheblich lindern
und auch einer eventuellen Chronifizierung
wirksam vorbeugen.
Im Jahr 2007 ist in Stuttgart ein Zentrum für
Beratung und Therapie für Musiker entstanden. Berufsmusiker und Laienmusiker mit tätigkeitsspezifischen körperlichen und psychischen Problemen haben in der Beratungssprechstunde die Möglichkeit, qualifizierte
medizinische, physiotherapeutische und psychotherapeutische Hilfe vermittelt zu bekommen.
In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk aus
Ärzten, Fachkliniken, Psychologen, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Logopäden und
Pädagogen wird neben einer zielgerichteten
Unterstützung auch ein Schwerpunkt auf die
Gesunderhaltung bzw. Prävention gelegt.
Zeitschrift 2007
Ausgabe 01 / 2007
Musiker-Psychotherapie wann hilft was?
G. Heydt, Stuttgart
Nicht selten kommt es bei Musikern zu psychosomatischen oder seelischen Störungen,
die in ihrem Schweregrad stark variieren können von leichter Aufführungsangst bis zur völligen Unmöglichkeit des Auftretens und drohender Berufsunfähigkeit. Frühe musikerspezifische Diagnostik kann zu einem dem Schweregrad angemessenen Behandlungsangebot
führen, das von Beratung über Kurztherapie bis
zu längerfristiger Psychotherapie oder stationärem Behandlungsintervall reichen kann. In
vielen Fällen können mit diesen Angeboten
gute Befundverbesserungen erzielt werden.
Zeitschrift 2004
Ausgabe 03 / 2004
dB(A) bei klassischer Musik? Passen Beethoven, Berlioz, Strauß und Wagner in die EU?
R. Pangert und H. Mill
Die Europäische Richtlinie „Lärm“ führt Maßnahmen ein, die die Beschäftigten vor Risiken
durch Lärm schützen sollen, insbesondere vor
Gehörschäden. Diese Richtlinie legt Forderungen zum Schutz aller Beschäftigten fest, damit
auch für Musiker. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, praktikable Richtlinien auszuarbeiten, um Arbeitnehmern und Arbeitgebern im
Unterhaltungssektor zu helfen, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Alle
Musiker sollten das rechtzeitig wissen und helfen, praktikable Richtlinien zu entwickeln.
Ausgabe 01 / 2004
Qigong Yangsheng für MusikerInnen:Harmonie in Ruhe und Bewegung
H. Schmidt
Qigong Yangsheng bietet für Musiker komplexe Bewegungs- und Entspannungsübungen,
die in China entwickelt wurden. Die Arbeit an
der Lebenskraft (Qi) ist dabei der elementare
Angelpunkt des Übungsgeschehens.
Therapeutisch angewandte Qigong-Übungen
haben ihre Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und in der daoistischen Sichtweise von Natur und Mensch. Dieser ganzheitliche Aspekt wird in der erläuterten
Methode und in den Übungsprinzipien deutlich.
Näher eingegangen wird auf die zentrale Rolle
der Vorstellungskraft in der Bewegungsführung.
Anhand von Beispielen wird die allgemeine
Wirkungsweise von Qigong erklärt: Harmonisierung von Körper und Geist, Entspannung
und Kräftigung der Muskulatur, Stärkung der
Abwehrkräfte und Verbesserung der Körperhaltung.
Als Physioprophylaxe unterstützt Qigong die
Musiker bei der Entspannung des Bewegungsapparates. Die Übungsprinzipien sind
auf den Musikeralltag übertragbar und wirken
sich damit auch positiv auf das Instrumentalspiel aus. Bestätigt hat dies eine Fragebogenaktion- und Auswertung bei Qigong übenden
MusikerInnen.
Zeitschrift 2002
Ausgabe 02 / 2002
Rehabilitation der Hand eines Amateur-Gitarristen nach Explosionsverletzung
B. Rieck, Th. Giesler
Fallbericht
Wir berichten über die klinische Behandlung
eines 8jährigen Schülers, der eine Explosionsverletzung der linken Hand erlitt. Dabei wurde
die Mittelhand knöchern und –im Bereich der
ersten Zwischenfingerfalte – muskulär schwer
verletzt. Die Primärversorgung bestand in Reposition und Osteosynthese sowie Weichteildeckung mit Spalthaut. In einem zweiten
Schritt erfolgte die Oppositionsplastik mit der
Sehne FDS IV. In einem dritten Schritt wurde
die Adduktionskontraktur der ersten Zwischenfingerfalte gelöst. 19 Monate nach dem Unfall
hat der Schüler seinen Gitarrenunterricht wieder aufgenommen.
Ein 8jähriger Junge, Sohn eines Landwirtes,
entdeckte beim Stöbern auf dem Dachboden
eine Wühlmaus-Sprengfalle seines Großvaters. Beim Hantieren mit einer der Sprengpatronen detonierte diese in der linken Hand des
Jungen.
Bei der Aufnahme zeigte sich eine ausgedehnte zerfetzte schmauchverschmutzte Risswunde , die von beugeseits durch die gesamte erste Zwischenfingerfalte ging (Abb. 1).
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren