DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

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Zeitschrift 2019

Ausgabe 02 / 2019

Abstract

Ergonomie- und workflowgerechtes Design am Beispiel einer Gitarre

Maximilian Blendinger (Stuttgart)

Die vorgestellte Herangehensweise verfolgt einen
zur traditionellen Vorgehensweise umgekehrten
Ansatz der Formfindung: Die menschliche Anatomie
soll hier den Ausgangspunkt der physischen
Musikinstrumentengestalt bilden. Das Verfahren soll
exemplarisch am Beispiel einer E-Gitarre entwickelt
werden. Dazu werden unter dem Blickwinkel
der funktionellen Bewegungslehre typische
Körperhaltungen in ihren charakteristischen
Eigenschaften analysiert, bewertet und quantitativ
erfasst. Der invariable Teil der Korpusform ergibt
sich durch einen Negativformabdruck eines
3D-CAD-Modells eines 50-Perzentil-Mannes, der
diese Haltungen einnimmt. Ein Baukastensystem
ermöglicht es dann, zu einem Grundbaustein, der
die Aspekte der spielerischen Interaktion in sich
vereint, einen Ausstattungsbaustein zu konzipieren,
der dem Haltungstyp und den psychografischen
Vorlieben des Musikers entspricht. Prinzipiell ist die
Übertragung dieses Ansatzes auf eine ergonomische
Formfindung sämtlicher Instrumente denkbar, vor
allem für solche, die eng am Körper getragen werden
und mehrere Kontaktflächen besitzen.

Ausgabe 01 / 2019

Abstract

Nervenkompressionssyndrome bei Musikern: Phänomenologie, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Eckart Altenmüller (Hannover) und Hans-Christian Jabusch (Dresden)

Nervenkompressionssyndrome bei Musikern sind
in der Musikerambulanz häufige Krankheitsbilder.
Ungünstige Instrumentenergonomie und damit
einhergehende dysfunktionale Haltungen, lange
Übezeiten und psychologische Stressfaktoren tragen
zu der hohen Prävalenz bei.
Die klassischen Nervenkompressionssyndrome,
nämlich das Karpaltunnelsyndrom und die UlnarisNeuropathie, sind oft durch ungünstige Handgelenksund Ellbogenhaltungen verursacht und können gut
konservativ durch Haltungsumstellungen behandelt
werden. Auch das Thoracic-outlet-Syndrom kann
meist konservativ mit ergonomischen Maßnahmen,
z.B. Rucksackgurten ausheilen. Seltener treten
das Pronator-teres-Syndrom und das Interosseusanterior-Syndrom sowie die digitalen Kompressionssyndrome auf.
Die meisten Nervenkompressionssyndrome können
klinisch leicht erkannt werden, wenn die Untersuchung am Instrument erfolgt und die spezifische Haltearbeit sowie mechanische Kompression
analysiert wird. Die Diagnose kann durch Nervenleitgeschwindkeitsmessungen und durch die Neurosonographie gesichert werden, wobei in der sehr
sensiblen Patientengruppe häufig die Symptome im
Frühstadium elektrophysiologisch nicht objektiviert
werden können.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren