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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2023
Ausgabe 03 / 2023
Ausgabe 03-2023
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Inhaltsverzeichnis
Hier das Inhaltsverzeichnis für 03-2023
Der Einfluss von negativen Kindheitserfahrungen und Perfektionismus auf die Musikerdystonie: eine Fall-Kontroll-Studie
Stine Alpheis, Eckart Altenmüller, Daniel S. Scholz
Bei der Musikerdystonie handelt es sich um eine aufgabenspezifische Bewegungsstörung, die durch Muskelkrämpfe und eine Beeinträchtigung der willkürlichen motorischen Kontrolle beim Spielen eines Musikinstruments gekennzeichnet ist. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass negative Kindheitserfahrungen eine Rolle in der Entwicklung der Musikerdystonie spielen könnten.
Psychische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bei freiberuflichen Berufsmusiker*innen
Dirk Rosenbaum,Stephan Weibelzahl
Mit Beginn der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der COVID-19-Pandemie im März 2020 waren
freiberufliche Berufsmusiker*innen erheblichen pandemiebedingten Beschränkungen in der Ausübung
ihres Berufes ausgesetzt. Aufgrund ihrer besonderen Arbeitsbedingungen galt diese Berufsgruppe schon
vor der Pandemie als Hochrisikogruppe in Bezug auf psychische Gesundheit. Die vorliegende Studie untersucht die Stärke der psychischen Belastung bei Berufsmusiker*innen während der Pandemie in Abhängigkeit psychischer Grundbedürfnisse sowie das Hilfesuche-Verhalten. Im Juli und August 2021 wurde in
einer deutschlandweiten Stichprobe von N = 209 Berufsmusiker*innen die psychische Belastung mit Hilfe
der ICD-10 Symptom Checklist (ISR) gemessen. Darüber hinaus wurde ermittelt, inwieweit die psychischen Grundbedürfnisse der Musiker*innen erfüllt sind und ob sie sich professionelle psychologische Hilfe
suchen würden. Im Vergleich zu verschiedenen Kontrollgruppen vor und während der Pandemie zeigte
sich eine signifikant stärkere Ausprägung der psychischen Symptomatik bei Berufsmusiker*innen gegenüber der Allgemeinbevölkerung vor und während der Pandemie. Regressionsanalysen stützen die Annahme,
dass pandemiebedingte Veränderungen bei den psychischen Grundbedürfnissen Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung, Selbstwerterhöhung bzw. Selbstwertschutz und Bindung einen signifikanten Einfluss auf die
Ausprägung der Depressionssymptomatik haben. Das Hilfesuche-Verhalten der Musiker*innen nimmt
dagegen mit Erhöhung der Depressionssymptomatik ab. Aufgrund der starken psychischen Gesamtbelastungen bei freiberuflichen Musiker*innen besteht Handlungsbedarf, insbesondere in der Bereitstellung
speziell angepasster psychosozialer Hilfsangebote.
Die Nutzung virtueller Realität bei Auftrittsangst: Wirkfaktoren und Behandlungskonzepte
Daniel Bellinger et al.
Die Nutzung virtueller Realität bei Auftrittsangst – Wirkfaktoren und Behandlungskonzept Daniel Bellinger1 (Würzburg), Kristin Wehrmann1 (Würzburg), Martin J. Herrmann1 (Würzburg), Maria Schuppert3 (Würzburg) und Angelika Erhardt-Lehmann1,2 (Würzburg,München) 1 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg 2 Max-Planck-Institut für Psychiatrie München 3 Hochschule für Musik Würzburg Interessenskonflikt: Die Autoren geben an, keine Interessenskonflikte zu haben. Zusammenfassung Auftrittsangst kann als eine Subentität sozialer Ängste definiert werden und gilt als ein häufiges Problem unter Musikerinnen und Musikern. Im Gegensatz zum normalen Lampenfieber beeinträchtigt Auftrittsangst die musikalische Darbietung mit erheblichen Auswirkungen auf den künstlerischen Werdegang und/ oder das Wohlbefinden des Einzelnen.
Der Einfluss von Aerosolfiltern auf den Klang von Blechblasinstrumenten
Saleh Siddiq et al.
COVID-19 wird hauptsächlich über Tröpfchen oder Aerosole verbreitet [1][2]. Die wichtigsten Maßnahmen zum Unterbrechen von Infektionsketten sind das Einhalten von Mindestabständen (Tröpfchen) sowie das Tragen von Mund-NaseBedeckungen der Klasse FFP-2 (Aerosole). Während der aktuellen Pandemie durchgeführte Studien zeigen, dass Singen mehr Aerosolpartikel und Tröpfchen produziert als Sprechen [3][4]. Auch Blasinstrumenten wurde in mehreren Studien, besonders zu Beginn der Pandemie, erhöhte Aerosolproduktion attestiert [5][6]. Klangproduktion bei Blechbläsern Das Mundstück wird an die Lippen gesetzt und durch diese luftdicht abgeschlossen. Der beim Ausatmen („Blasen“) entstehende Luftstrom erzeugt einen Staudruck im Mund, welcher die Lippen einen Spalt öffnet und dadurch ins Instrument einströmt. In der Strömung zwischen den Lippen entsteht aufgrund des Bernoulli-Effekts ein Unterdruck.
Jummeds - Die jungen Musikmedizinerinnen und -mediziner
Janina Kruse, Carl Firle, Rebekka Hoppermann, Lennart Pieper
Die Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) erfreut sich wachsender Bekanntheit und stetig steigender Mitgliederzahlen. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden die diversen Interessen und Aktivitäten der Mitglieder vertreten und seit einiger Zeit gestaltet auch der Nachwuchs ein breites Spektrum an Angeboten innerhalb der Gesellschaft. Die JUngen MusikerMEDizinerinnen und -mediziner, auch Jummeds [ˈʤəmɛdz] genannt, sind das junge Forum der DGfMM. Die Jummeds verfolgen das Ziel, junge Menschen im Rahmen ihrer Ausbildung zu vernetzen und interdisziplinär in den musikermedizinischen Austausch treten zu lassen.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren