DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

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Zeitschrift 2023

Ausgabe 03 / 2023

Abstract

Die Nutzung virtueller Realität bei Auftrittsangst: Wirkfaktoren und Behandlungskonzepte

Daniel Bellinger et al.

Die Nutzung virtueller Realität bei Auftrittsangst – Wirkfaktoren und Behandlungskonzept Daniel Bellinger1 (Würzburg), Kristin Wehrmann1 (Würzburg), Martin J. Herrmann1 (Würzburg), Maria Schuppert3 (Würzburg) und Angelika Erhardt-Lehmann1,2 (Würzburg,München) 1 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg 2 Max-Planck-Institut für Psychiatrie München 3 Hochschule für Musik Würzburg Interessenskonflikt: Die Autoren geben an, keine Interessenskonflikte zu haben. Zusammenfassung Auftrittsangst kann als eine Subentität sozialer Ängste definiert werden und gilt als ein häufiges Problem unter Musikerinnen und Musikern. Im Gegensatz zum normalen Lampenfieber beeinträchtigt Auftrittsangst die musikalische Darbietung mit erheblichen Auswirkungen auf den künstlerischen Werdegang und/ oder das Wohlbefinden des Einzelnen.

Zeitschrift 2022

Ausgabe 03 / 2022

Abstract

Auftrittsangst bei Musizierenden und die Verbindung zu Selbstwert und Depression

Christine Sickert

Hintergrund: Mit der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen Selbstwert, Auftrittsangst und Depression bei einer Stichprobe aus deutschsprachigen Musizierenden verschiedener Niveaus untersucht. Auftrittsangst ist ein in der musikalischen Ausbildung eher vernachlässigtes Thema, obwohl es Musizierende des gesamten Leistungsspektrums betrifft.

Ausgabe 01 / 2022

Abstract

Studienpreis Musikphysiologie 2021 der DGfMM: Freie Improvisation - Hilfen zur Bewältigung von Auftrittsangst für Musikerinnen und Musiker

Isabella Raab

Musikphysiologie und Musikermedizin 2022, Nr. 1, Jg. 29 33 Studienpreis Musikphysiologie 2021 der DGfMM Freie Improvisation: Hilfen zur Bewältigung von Auftrittsangst für Musikerinnen und Musiker Isabella Raab Einleitung Lampen&eber und Au’ri(sangst bei Musikerinnen und Musikern ist ein )ema, das zunehmend in den Fokus der Musikermedizin gerät. Die Auswirkungen können nach Spahn (2012) als leistungsfördernde, leistungsbeeinträchtigende und leistungsverhindernde Formen au’reten. An dieser Stelle setzt eine Studie an, die im Rahmen des Studiums Musiktherapie an der HfMT Hamburg durchgeführt wurde. Neben bekannten Methoden wie Feldenkrais oder Alexander-Technik erö*net diese das Feld der freien Improvisation auf dem Hauptinstrument zur Bekämpfung von Lampen&eber und Au’ri(sangst. Da dieses )ema in der Forschung noch nicht in Erscheinung getreten ist, lehnt sich die Studie an den musiktherapeutischen Spielvorlagen der freien Improvisation an, wie jene von F.

Zeitschrift 2018

Ausgabe 03 / 2018

Abstract

Psychosomatische und psychische Erkrankungen bei Musikern

Claudia Spahn (Freiburg)

Musizieren ist modellhaft für das Zusammenwirken
von Körper, Psyche und Geist. Störungen der Musikausübung wirken sich demnach zwangsläufig auf
allen drei Ebenen aus. Somit sind Behandler von
Musikerpatienten in starkem Maße mit psychosomatischen Aspekten konfrontiert. Darüber hinaus
sind Musiker als Personen in leidenschaftlicher
Weise mit der Musik verbunden, sodass Störungen
der Musikausübung sie als gesamte Person, mit „Leib
und Seele“ erfassen. Im engeren Sinne gehören die
Auftrittsangst und die somatoforme Schmerzstörung
zu den häufigen psychosomatischen musikerspezifischen Erkrankungen.
Die Auftrittsangst stellt eine Unterform der sozialen Phobie dar ist und ist abzugrenzen vom nicht
pathologischen Lampenfieber, welches regelhaft bei
Musikern auftritt und Teil der Berufsrealität ist. Die
Behandlung der Auftrittsangst sollte nach einem
multimodalen Behandlungsmodell mit unterschiedlichen Therapieansätzen – wie kognitiv-verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen, körperorientierten –, Entspannungsverfahren, mentalen
Techniken sowie Bühnenexposition und Video-Feedback erfolgen. Die somatoforme Schmerzstörung ist
Ausdruck zugrundeliegender, häufig musikbezogener
Konflikte.

Zeitschrift 2016

Ausgabe 03 / 2016

Abstract

Musikermedizin in Deutschland: eine Standortbestimmung

Maria Schuppert (Würzburg) und Eckart Altenmüller (Hannover)

In diesem Übersichtsartikel werden die Errungenschaften der Musikermedizin in den letzten 20
Jahren in Deutschland zusammengefasst. Die
großen musikermedizinischen Themen sind die
Prävention und Behandlung von spielbedingten
Schmerzsyndromen, von neurologischen Erkrankungen, insbesondere der Nervenkompressionssyndrome und der Musikerdystonien, und von
Angststörungen, die als Auftrittsangst häufig die
Berufsfähigkeit von Musikern bedrohen. Aber
auch internistische Erkrankungen spielen in der
Musikermedizin eine zunehmende Rolle. Auf all
diesen Gebieten ist in den letzten beiden Jahrzehnten eine deutliche Verbesserung der präventiven
und therapeutischen Möglichkeiten erzielt worden.
Darüber hinaus sind zahlreiche Institute, Netzwerke und außeruniversitäre musikermedizinische
Institutionen gegründet worden, die als Adressenliste im Anhang verzeichnet sind.

Abstract

Das Phänomen der Auftrittsangst bei klassischen Musikern und Jazzmusikern im Vergleich

Thomas Hähnlein, Robert Tscharn und Maria Schuppert (Würzburg)

Die meisten bisherigen Studien zum Thema Auftrittsangst bei Musikern untersuchen ausschließlich klassische Musiker und vernachlässigen andere Musikergruppen, insbesondere Jazzmusiker. Ziel dieser Studie
war es deshalb, ausführlichere Daten zu Musikern
aus dem Jazzgenre zu sammeln und mögliche Unterschiede zwischen Jazzmusikern, klassischen Musikern
sowie Musikern, die gleichermaßen in beiden Genres
aktiv sind, zu identifizieren. Die Daten wurden über
einen Online-Fragebogen erhoben, der von insgesamt
131 Musikstudierenden und professionellen Musikern vollständig ausgefüllt wurde. Insgesamt stellte
sich heraus, dass die Musikergruppen ähnlich stark
von Auftrittsangst betroffen sind. Jazzmusiker und
klassische Musiker unterscheiden sich nur geringfügig in den untersuchten Punkten. Überraschenderweise zeigte sich, dass Jazzmusiker eher negative
Konzerterfahrungen erleben als klassische Musiker.
Die im Vorfeld getroffene Annahme, dass Jazzmusiker vor allem auf Kreativität und Individualität Wert
legen, während bei klassischen Musikern die Perfektion im Vordergrund steht, wird weitestgehend nicht
bestätigt. Lediglich die größere Sorge bei Jazzmusikern, keine musikalischen Ideen zu haben sowie das
Ergebnis, dass klassische Musiker eher Lehrer hatten,
die großen Wert auf technische Perfektion gelegt
haben, deuten in diese Richtung. Zusammenfassend
demonstrieren unsere Daten, dass klassische Musiker
und Jazzmusiker hinsichtlich des Phänomens der
Auftrittsangst ähnlicher sind als im Vorhinein angenommen, sich jedoch auch bezüglich einiger spezifischer Aspekte unterscheiden.

Zeitschrift 2015

Ausgabe 02 / 2015

Abstract

Kardiologische Fragestellungen bei Musikern – Review

Maria Schuppert (Würzburg – Kassel) und Sebastian Kerber (Bad Neustadt a. d. Saale)

Instrumentalspiel und Gesang gehen mit charakteristischen Herz-Kreislaufreaktionen und einer oft
unterschätzten gesamtkonditionellen Beanspruchung einher. Dabei ist die Studienlage zu kardiologischen Fragestellungen in der Musikermedizin
insgesamt spärlich. Die Effekte des aktiven Musizierens auf das Herz-Kreislaufsystem liegen bei kardial
gesunden Personen im Allgemeinen im physiologischen, belastungsabhängigen Bereich. Doch im
Kontext mit kardiovaskulären Grunderkrankungen können diese musizierspezifischen Reaktionen
zu verschiedenartigen Herz-Kreislaufsymptomen
führen. In diesen Fällen ist eine kardiologische
Diagnostik und Therapie unter Einbeziehung
der musizierbezogenen Parameter erforderlich,
einschließlich berufsspezifischer Stressfaktoren
und psychosomatischer Aspekte. Angesichts der
ausgeprägten Wechselbeziehungen von physischen,
psychischen und musizierbezogenen Einflüssen
erfordern auch kardiologische Fragestellungen in
der Musikermedizin eine multidisziplinäre und
multimodale Herangehensweise.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren