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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2002
Ausgabe 04 / 2002
Teil I: Arbeitsphysiologische Prinzipien
M.L. Hahnengress
Der musikalische Schaffensprozess innerhalb
der klassischen Musik erlaubt eine Teilung in
einen kompositorischen und einen reproduktivinterpretatorischen Prozess. Die bekannt gewordene hohe Inzidenz von Beschwerden und
Erkrankungen bei Musikern kann als Bestätigung betrachtet werden, dass eine kritisch geführte wissenschaftliche Auseinandersetzung
mit den Traditionen des zweiten Teil des künstlerischen Prozesses innerhalb der letzten
Jahrzehnte vernachlässigt wurde.
Die Fokussierung auf das klangliche Endergebnis, die Negierung der eigenen physischen
Aktivität und die mangelnde Deklarationsfähigkeit unterstützt bei Musikern die Ausprägung
eines körperfernen Selbstbildnisses. Durch die
jahrelange Beschäftigung mit dem Instrument
können sich körperliche Selbstverständlichkeiten ausbilden, die nicht artikuliert werden können und sich somit der näheren objektiven Betrachtung entziehen.
Arbeitsphysiologische Grundlagen als Hintergrundwissen können zu einem näheren Verständnis des psychophysischen Prozesses
“Musizieren“ beitragen und zudem eine Basis
ermöglichen für die Ursachenforschung von
körperlichen Beeinträchtigungen beim Spiel eines Musikinstruments und deren Prävention.
Weiterhin könnten sie helfen, eine zukünftige
Balance zwischen den beiden Aspekten des
kreativ-musikalischen Prozesses innerhalb der
universitären Ausbildung zu ermöglichen.
Arbeitsphysiologie ist eine Optimierungswissenschaft. Sie verfolgt das Ziel, durch eine
bessere Anpassung der Arbeit an den Menschen und die damit verbundene bessere Anpassungsmöglichkeit des Menschen an die Arbeit, Arbeitsplätze zu humanisieren. Themen
wie Ermüdung, Erholung und Schädigung bei
der Arbeit werden behandelt.
Ein Essay zum Verhältnis zwischen Wissenschaft und Musizierkunst Konrad Meister zum Gedenken
E .Altenmüller
Die Bedeutung der Haltungs- und Bewegungsqualität beim Instrumentalspiel für die Prophylaxe chronischer Überlastungssyndrome - Forschungskonzeptionen des Institutes für Musikmedizin der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden (IMM)
U. Reinhardt
U. Reinhardt – Bedeutung der Haltungs- und Bewegungsqualität beim Instrumentalspiel Musikermedizin Die Bedeutung der Haltungs- und Bewegungsqualität beim Instrumentalspiel für die Prophylaxe chronischer Überlastungssyndrome Forschungskonzeptionen des Institut für Musikmedizin der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden (IMM) U. Reinhardt, Dresden Einführung Chronische Überlastungserscheinungen am Halte- und Bewegungsapparat bilden die häufigste und medizinisch bedeutsamste Gruppe berufsbedingter Erkrankungen des Musikers. Sie verursachen Schmerzen und Funktionsstörungen und führen zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Tätigkeit. Ursache der Beschwerden sind Überbeanspruchungen unterschiedlicher Strukturen und Funktionen des Bewegungsapparates, die sich aus den spezifischen Charakteristika der professionellen Musikausübung ergeben. Diese bestehen z.B.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren