DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

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Zeitschrift 2016

Ausgabe 02 / 2016

Abstract

Zur Hirnphysiologie des Übens: ein Update

Eckart Altenmüller (Hannover) und Hans-Christian Jabusch (Dresden)

In diesem Übersichtsartikel werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Üben vorgestellt und
Hinweise für die Übe- und Lehrpraxis gegeben.
Beim Üben werden sensomotorische Steuerprogramme erstellt, die zu charakteristischen Veränderungen des zentralen Nervensystems führen. Zu
Beginn des Übeprozesses kommt es dabei zu einer
Ausweitung der Aktivität der sensomotorischen
Hirnrindenabschnitte. Im weiteren Verlauf nimmt
die Aktivierung der Hirnrinde beim Üben ab und
die Steuerprogramme werden in den Basalganglien
automatisiert. Auch Anpassungen der Hirnstruktur werden deutlich. So vergrößern sich Hörregionen und die motorischen Areale bei Berufsmusikern. Die Vernetzungen zwischen Hörregionen
und motorischen Regionen und zwischen beiden
Hirnhälften nehmen zu. Neue Experimente belegen, dass optimales Üben ausreichend Schlaf und
Pausen benötigt und dass Strategien wie mentales Üben sowie Üben durch Beobachtung effizient
sind. Die Kunst des Übens bei Studierenden ist
allerdings stark abhängig vom Selbstmanagement
und von der Fähigkeit, den Übeablauf zu organisieren und auch Überforderungen zu vermeiden.
Besonders wichtig bei übermotivierten Studierenden ist, dass sie die Übesitzungen zum richtigen
Zeitpunkt, vor Einsetzen von Ermüdung, beenden.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

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