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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
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Zeitschrift 2022
Ausgabe 03 / 2022
Yoga für Musikerinnen und Musiker
Janina Kruse
Einleitung: Yoga wird unter verschiedenen Aspekten geübt und kann auch einen Ansatz zur Behandlung
körperlicher sowie seelischer Beeinträchtigungen
bieten. In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte ein positiver Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden sowohl bei therapeutischem als auch
präventivem Einsatz des Yoga festgestellt werden. In
diesem Artikel soll der Einfluss der Yogapraxis auf das
Üben am Instrument sowie Körperbewusstsein und
Wohlbefinden Musikstudierender dargestellt werden.
Methoden: Zwischen Juli und November 2020
wurden Musikstudierende zur Teilnahme an einem
Online-Yogakurs im Umfang von 10 Einheiten mit je
75min eingeladen. Mittels Vorher-Nachher-Befragung
wurden Veränderungen in den Bereichen körperliche
und mentale Gesundheit sowie Schlafqualität, Körperbewusstsein, Haltung und Selbstbewusstsein erfasst.
Ergebnisse: Die subjektive Einschätzung der Studierenden bezüglich Haltung, Atmung und Körperbewusstsein hat sich verbessert, während Verspannungen und
Schmerzen rückläufig waren. Zudem wird von einem
stabileren Stand bzw. Sitz bei der musikalischen Tätigkeit berichtet. Darüber hinaus ist eine Steigerung des
Selbstbewusstseins zu verzeichnen. Insgesamt fällt es
den Teilnehmenden nach der Kursteilnahme deutlich
leichter, sich zu entspannen, und es gelingt den Studierenden, einige Yogahaltungen insbesondere in den
Übepausen der täglichen musikalischen Praxis bewusst
einzusetzen.
Fazit: Bereits nach sehr kurzer Zeit lassen sich positive
Veränderungen feststellen. Durch die Kursteilnahme
konnten Haltung und Körperwahrnehmung verbessert
werden. Schmerzen, Fehlhaltungen sowie muskuläre
Verspannungen der Teilnehmenden waren rückläufig.
Darüber hinaus hat Yoga einen positiven Einfluss auf für
die musikalische Tätigkeit wichtige psychische Faktoren.
Zeitschrift 2016
Ausgabe 02 / 2016
Zur Hirnphysiologie des Übens: ein Update
Eckart Altenmüller (Hannover) und Hans-Christian Jabusch (Dresden)
In diesem Übersichtsartikel werden neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum Üben vorgestellt und
Hinweise für die Übe- und Lehrpraxis gegeben.
Beim Üben werden sensomotorische Steuerprogramme erstellt, die zu charakteristischen Veränderungen des zentralen Nervensystems führen. Zu
Beginn des Übeprozesses kommt es dabei zu einer
Ausweitung der Aktivität der sensomotorischen
Hirnrindenabschnitte. Im weiteren Verlauf nimmt
die Aktivierung der Hirnrinde beim Üben ab und
die Steuerprogramme werden in den Basalganglien
automatisiert. Auch Anpassungen der Hirnstruktur werden deutlich. So vergrößern sich Hörregionen und die motorischen Areale bei Berufsmusikern. Die Vernetzungen zwischen Hörregionen
und motorischen Regionen und zwischen beiden
Hirnhälften nehmen zu. Neue Experimente belegen, dass optimales Üben ausreichend Schlaf und
Pausen benötigt und dass Strategien wie mentales Üben sowie Üben durch Beobachtung effizient
sind. Die Kunst des Übens bei Studierenden ist
allerdings stark abhängig vom Selbstmanagement
und von der Fähigkeit, den Übeablauf zu organisieren und auch Überforderungen zu vermeiden.
Besonders wichtig bei übermotivierten Studierenden ist, dass sie die Übesitzungen zum richtigen
Zeitpunkt, vor Einsetzen von Ermüdung, beenden.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren