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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
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Zeitschrift 2016
Ausgabe 01 / 2016
Instrumentalspiel-assoziierte muskuloskelettale Schmerzsyndrome bei professionellen Musikern - Eine Standortbestimmung im Kontext der aktuellen Literaturlage
Anke Steinmetz (St. Goar-Oberwesel)
Musizieren ist eine feinmotorische Höchstleistung, welche sich mit ihren präzisen und schnellen Bewegungsmustern häufig im Grenzbereich
der physiologischen Leistungsfähigkeit bewegt.
Die hieraus resultierende Belastung für das
Bewegungssystem führt häufig zu Instrumentalspielassoziierten muskuloskelettalen Schmerzsyndromen (IAMS).
In der wissenschaftlichen Literatur finden sich mittlerweile einige Studien zur Prävalenz und Ätiologie
von IAMS bei professionellen Orchestermusikern.
Diese ergeben, dass bis zu 89% der professionellen
Musiker in ihrer Karriere von Instrumentalspielassoziierten muskuloskelettalen Schmerzsyndromen betroffen sind, bei ca. 40% liegt ein chronisches Schmerzproblem vor.
Risikofaktoren für IAMS sind u.a. das weibliche Geschlecht, wie auch psychosoziale bzw.
biomechanische Belastungsfaktoren. Die hohen
Streicher gehören zu der besonders betroffenen
Instrumentengruppe.
Die vorliegende Literaturanalyse zeigt einen
hohen Bedarf an umfassenden Therapie- und
Präventionskonzepten.
Zeitschrift 2015
Ausgabe 02 / 2015
Muskuloskelettale Funktionsstörungen bei professionellen Musikern
Anke Steinmetz (Berlin/Halle)
Bis zu 89% der professionellen Orchestermusiker
sind während ihrer Karriere von Instrumentalspiel-assoziierten muskuloskelettalen Schmerzsyndromen (IAMS) betroffen. Allerdings ist nur wenig
zu den zugrunde liegenden muskuloskelettalen
Funktionsstörungen bekannt.
Studienergebnisse zeigen, dass das Instrumentalspiel häufig mit Haltungsinsuffizienzen verbunden
ist. Musikstudenten weisen ein etwa doppelt so
hohes Risiko für muskuloskelettale Beschwerden
auf.
In klinischen Untersuchungen zeigte sich außerdem, dass bei Musikern mit IAMS vermehrt
muskuloskelettale Funktionsstörungen vorliegen.
Insbesondere sind IAMS häufig mit Störungen der
posturalen Stabilisationssysteme verbunden.
Kraniomandibuläre Dysfunktionen im Kontext Instrumentalspiel-assoziierter muskuloskelettaler Schmerzsyndrome
Anke Steinmetz (Berlin/Halle)
Kraniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sind
ein häufiges Problem bei professionellen Musikern,
insbesondere bei Bläsern und hohen Streichern.
Bis zu 47% der Blechbläser berichten über Instrumentalspiel-assoziierte Schmerzen im Bereich
der Zähne und des Kiefers. Professionelle Orchestermusiker mit orofazialen Schmerzen zeigen
außerdem ein deutlich erhöhtes Risiko für Instrumentalspiel-assoziierte muskuloskelettale Schmerzsyndrome (IAMS) in anderen Körperregionen.
Okklusionsschienen konnten bei hohen Streichern
die Muskelspannung der Schulter-Nacken-Region
während des Instrumentalspiels reduzieren. Außerdem ließen sich IAMS im Bereich der oberen
Extremität und des Nackens ebenfalls über eine
Okklusionsschienentherapie positiv beeinflussen.
Vor diesem Hintergrund sollte bei Musikern mit
IAMS insbesondere auch eine Diagnostik auf das
Vorliegen von CMD erfolgen, um diese entsprechend mitbehandeln zu können.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren