DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2008

Ausgabe 01 / 2008

Abstract

Visualisierung des Einblasvorgangs [Warm up] bei Blechbläsern mittels Infrarot-Thermographie, Wien

Matthias Bertsch und Thomas Maca

Ein bisher kaum bewußt untersuchter Aspekt,
der jedoch für jeden Spieler täglich von Bedeutung ist, ist der Aufwärmvorgang mit dem Instrument. Bei dieser Studie konnte die Erwärmung der bei der Tongebung beteiligten Muskelpartien – sowohl bei Profis als auch bei Studenten und Trompetenschülern – mit Hilfe einer
Wärmekamera festgestellt und dokumentiert
werden. Die Ergebnisse belegen eine eindeutige Blutumverteilung zu den zentral aktiven
Gesichtspartien (M.orbicularis oris, M. depressor anguli oris), welche bei Profis deutlich fokussierter ist als bei Anfängern.
Einsatzgebiete dieser Methode im Bereich der
Instrumental-Physiologie sind neben der Kontrolle des Trainingszustandes und der Symmetrie der Spieltechnik auch die Bestimmung
des Spielertypus. Die Methode ermöglicht des
weiteren die Überprüfung von bestehenden
oder neu entwickelten Hilfsmitteln (Ansatztrainern) auf ihre Wirkung und Sinnhaftigkeit sowie die Optimierung und anschauliche Führung der Spieltechnik.

Abstract

Klavierspiel in der neurologischen Rehabilitation bei Patienten nach Schlaganfall

Sabine Schneider(1), Thomas Münte(2), Eckart Altenmüller(1)

Um auf hohem Niveau zu musizieren, muss
ein Klavierspieler komplexe Bewegungsprogramme mit höchster zeitlich-räumlicher
Präzision unter auditiver Kontrolle abrufen
können. Das Erlernen des Klavierspiels führt
schon nach drei Wochen zu einer automatischen Kopplung der für die Sensomotorik und
für das Hören zuständigen neuronalen Netzwerke. Es sollte nun überprüft werden, ob dieser Mechanismus der auditiv-sensomotorischen Kopplung für die Rehabilitation
von Feinmotorikstörungen nach Schlaganfällen
nutzbar ist.
Es wurde ein Trainingsprogramm entwickelt
und evaluiert, das geeignet war, über das Medium Musik eine auditiv-sensomotorische
Kopplung zu erzeugen. Bei 32 Patienten ohne
wesentliche musikalische Vorerfahrung wurden
Schritt für Schritt, beginnend mit der paretischen Extremität hin zum Zusammenspiel von
paretischer und gesunder in 15 Einzeltrainings
über 3 Wochen sowohl fein- als auch grobmotorische Aspekte gefördert. Hierbei kamen
zwei unterschiedliche Eingabemedien (MIDIKlavier, programmier-bare „Drum-Pads“) zum
Einsatz. 30 weitere Patienten, die lediglich
herkömmliche Therapien erhielten, bildeten die
Kontrollgruppe. Die Prä- und Post-TrainingsDiagnostik der motorischen Funktionen erfolgte mit Hilfe standardisierter testpsychologischer Verfahren.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verbesserung der motorischen Funktionen sowie der
Alltagskompetenz der Trainings-gruppe gegenüber den Kontrollpatienten und belegen
den Erfolg des musikunterstützten Trainings.
Somit ist der Forschungsansatz einer auditivsensomotorischen Integration in Verbindung
mit der Neurorehabilitation wirksam und äußerst Erfolg versprechend.

Abstract

Warum Musikstudenten trotz des Risikos spielbedingter Verletzungen weitermusizieren

Anna Park, MSc (OT), Christine Guptill, MS (OT), and Thelma Sumsion, PhD, OT Reg (Ont), London, Canada

A. Park et al.,Warum Musikstudenten trotz Risiko von PRI weitermusizieren Warum Musikstudenten trotz des Risikos spielbedingter Verletzungen weitermusizieren Anna Park, MSc (OT), Christine Guptill, MS (OT), and Thelma Sumsion, PhD, OT Reg (Ont), London, Canada Abstrakt Musik ist eine Beschäftigung, die kultur- und gesellschaftsübergreifend seit Jahrtausenden existiert. Was Musik bedeutet und wie sie gebraucht wird unterscheidet sich, basierend auf dem jeweiligen Sinnzusammenhang des Lebens eines Individuums. Hauptfachstudenten der Musik verfolgen Musik oft als zukünftiges Karriereziel trotz der Tatsache, dass spielbedingte Verletzungen ein bedeutsames Risiko für diese Beschäftigungsgruppe darstellen und ihre Karrieren beenden könnten. Der Zweck dieser Studie war herauszufinden warum Musikhauptfachstudenten trotz des Risikos spielbedingter Verletzungen Musik studieren.

Abstract

Internistisches, Musikalisches, Max Reger und der Bahnstreik… Ein Rückblick auf das 8. Symposium der DGfMM in Detmold

Maria Schuppert, Detmold

M. Schuppert – Rückblick auf das 8. Symposium der DGfMM Internistisches, Musikalisches, Max Reger und der Bahnstreik… Ein Rückblick auf das 8. Symposium der DGfMM vom 5. bis 6. Oktober 2007 in der Hochschule für Musik Detmold Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Maria Schuppert, Detmold Die Hochschule für Musik Detmold hatte als Mitveranstalter des 8. Symposiums der DGfMM ihre schönen Räumlichkeiten im frisch renovierten Palais zur Verfügung gestellt. Mit dem Schwerpunkt „Aktuelle Aspekte der internistischen Musikermedizin“ wurde diesmal eine vorwiegend klinisch orientierte Thematik aufgegriffen und ein bislang wenig diskutierter Bereich der Musikermedizin ins Zentrum der zweitägigen Veranstaltung gestellt. Internistische Erkrankungen von z.B. Herz und Gefäßen, Atemwegen oder des Hormonsystems stehen sicherlich nicht so sehr im Fokus der Musikermedizin wie orthopädische, handchi- Musikphysiologie und Musikermedizin 2008, 15. Jg., Nr.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren