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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2025
Ausgabe 02 / 2025
Komplette Ausgabe
Herausgeber:innen: J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H. C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Resilienz als Leitplanke
MHS Freiburg und Mannheim setzen in Schutzkonzepten neue Schwerpunkte
Zuerst erschienen im Hochschulmagazin der neuen Musikzeitung 6/2025, www.nmz.de
„Wenn wir eines aus der Corona-Pandemie gelernt
haben, dann war es, aufgrund wissenschaftlicher
Erkenntnisse, mit transparenter Kommunikation
und mit Bedacht im Sinne der uns Anvertrauten
zu handeln. Das hat uns geholfen, die Krise er-
folgreich zu bewältigen, bei gleichzeitig großer
hausinterner Akzeptanz“, sagt Ludwig Holtmeier,
Rektor der Hochschule für Musik Freiburg.
Jungen Leuten eine Stimme geben
Andreas Hauff
Das interdisziplinäre Leipziger Symposium zur
Kinder- und Jugendstimme Ende Februar an
der Hochschule für Musik und Theater in Leip-
zig setzt jedes Jahr wohlüberlegt einen neuen
Akzent. Das dichtgedrängte und vielgestaltige
Programm richtet sich an Angehörige sängeri-
scher, pädagogischer und medizinischer Beru-
fe. Erstmals nun hat das Konzeptionsteam un-
ter Leitung von Prof. Dr. Michael Fuchs (Sektion
Phoniatrie und Audiatrie im Universitätsklinikum
eines Doppelpacks konzipiert. „Perspektiven I:
Zukunftswelten“ lautet das diesjährige Motto,
2026 folgt „Perspektiven II: Heimaten“.
Die Unterschätzung musikalischer Herausforderungen am Beispiel von Ravels Klavierkonzert für die linke Hand als Auslöser für Handgelenksläsionen bei Pianistinnen und Pianisten
Jochen Blum
Die Unterschätzung musikalischer Herausforderungen stellt oftmals die Hauptursache für die Entstehung musizierbezogener Beschwerden des Bewegungsapparates dar. Die damit verbundenen Mechanismen sind hierbei oftmals den Betroffenen unklar. Der Bezug auf ein sehr komplexes, aber auch singuläres Werk, wie Ravels Klavierkonzert für die linke Hand, kann aber helfen, auch für andere Kompositionen diese Mechanismen besser analysieren zu können. In dieser Publikation werden sowohl die Entstehung des Werkes als auch seine besonderen Anforderungen an beidhändige Pianistinnen und Pianisten wie auch die Problematik von TFCC-Läsionen in diesem Kontext besprochen und die spezifischen musikermedizinischen Therapie- und Prophylaxekonzepte aufgezeigt.
43. Internationales Jahressymposium 2025 der PAMA an der Johns-Hopkins-Universität Washington - in neuen Zeiten einer veränderten US-Universitätspolitik
Jochen Blum
Vom 10.-13. Juli 2025 veranstaltete die Performing
Arts Medicine Association ihr 43rd Annual PAMA
International Symposium 2025 an der Johns-Hop-
kins-Universität Washington (Abb. 1). Im relativ
neu erbauten Bloomberg Center (Abb. 2), direkt
gegenüber der National Gallery of Art, wurden beeindruckend großzügig die Vorlesungsräume, wie auch die Seminar- und Workshopräume sowie die geselligen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. So lag u.a. der zweite Vortragssaal im 8. Stock mit Blick auf das Capitol (Abb. 3), was gerade in Hinsicht auf die Veränderungen, die die neue Regierung den amerikanischen Universitäten insbesondere bezüglich deren Offenheit gegenüber ausländischen Studierenden wie auch wissenschaftlichen Personen schon auferlegt und auch für die Zukunft angedroht hatte, besonders berührte.
Musikphysiologie und Musikermedizin in anderen Publikationen
Vorbeugung von fokaler Dystonie bei Musikerinnen und Musikern: Ein Leitfaden
Anna Détári und Eckart Altenmüller
Die Musikerdystonie ist eine aufgabenspezifische neurologische Bewegungsstörung, die mit einer Verschlechterung der feinmotorischen Kontrolle lang geübter Bewegungen am Instrument einhergeht. Etwa 1–2 % der Musikerinnen und Musiker sind betroffen. Häufig führt die Musikerdystonie zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Spielfähigkeit und zu einer Unterbrechung oder sogar Beendigung der beruflichen Karriere. Da die Genesung von dieser Erkrankung zeitaufwändig und keineswegs garantiert ist, ist Prävention von großer Bedeutung.
Die Störung entwickelt sich als Folge einer Fehlfunktion von neuronalen Netzwerken, die am Bewegungslernen beteiligt sind. In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Risikofaktoren und Trigger für den Ausbruch der Erkrankung identifiziert. Während einige dieser Faktoren, wie z. B. genetische Veranlagung, nicht beeinflusst werden können, sind andere Trigger, wie z. B. Übestrategien, Lebensführung und psychosoziale Faktoren veränderbar. Sie können während der Ausbildung positiv beeinflusst werden. Daher kommt Instrumentalpädagoginnen und -pädagogen eine wichtige Rolle in der Prävention der Musikerdystonie zu.
Dieser Artikel soll Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, aber auch angehenden Musikerinnen und Musikern Informationen über die Pathophysiologie der Erkrankung sowie die potenziellen Risikofaktoren bereitstellen und einen Leitfaden für praktische Präventionsmaßnahmen bieten.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren