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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2002
Ausgabe 02 / 2002
Rehabilitation der Hand eines Amateur-Gitarristen nach Explosionsverletzung
B. Rieck, Th. Giesler
Fallbericht
Wir berichten über die klinische Behandlung
eines 8jährigen Schülers, der eine Explosionsverletzung der linken Hand erlitt. Dabei wurde
die Mittelhand knöchern und –im Bereich der
ersten Zwischenfingerfalte – muskulär schwer
verletzt. Die Primärversorgung bestand in Reposition und Osteosynthese sowie Weichteildeckung mit Spalthaut. In einem zweiten
Schritt erfolgte die Oppositionsplastik mit der
Sehne FDS IV. In einem dritten Schritt wurde
die Adduktionskontraktur der ersten Zwischenfingerfalte gelöst. 19 Monate nach dem Unfall
hat der Schüler seinen Gitarrenunterricht wieder aufgenommen.
Ein 8jähriger Junge, Sohn eines Landwirtes,
entdeckte beim Stöbern auf dem Dachboden
eine Wühlmaus-Sprengfalle seines Großvaters. Beim Hantieren mit einer der Sprengpatronen detonierte diese in der linken Hand des
Jungen.
Bei der Aufnahme zeigte sich eine ausgedehnte zerfetzte schmauchverschmutzte Risswunde , die von beugeseits durch die gesamte erste Zwischenfingerfalte ging (Abb. 1).
Fokale Dystonie bei einer 21jährigen Querflötistin Diagnostik, Therapie, Rehabilitation - Fallstudie
E. J. Seidel et al.
Einleitung
Anhand einer Fallstudie wird am Beispiel einer
21jährigen Querflötistin mit fokaler Dystonie
die notwendige interdisziplinäre Diagnostik und
Therapie beschrieben.
Unter fokalen Dystonien (wörtlich übersetzt:
„auf bestimmte Muskelgruppen beschränkte
Fehlanspannung“) versteht man unwillkürliche,
meist schmerzfreie muskuläre Verkrampfungen und Dyskoordinationen in umschriebenen
Muskelgruppen. Der sogenannte „Musikerkrampf“ tritt bei komplexen, langgeübten Bewegungsfolgen am Musikinstrument auf. Die
Symptomatik der seltenen Erkrankung beginnt
meist schleichend. Die Betroffenen schildern in
charakteristischer Weise einen zunächst als
spieltechnisch interpretierten, dann aber bald
als katastrophal und körperfremd empfundenen motorischen Kontrollverlust. In aller Regel
bestehen keine Schmerzen und keine sensiblen Mißempfindungen. Ein entscheidendes
Merkmal ist, daß die Bewegungsstörung zuerst
ausschließlich im Zusammenhang mit komplexen Bewegungen am Instrument ausgelöst
wird und dass andere feinmotorische Fähigkeiten nicht betroffen sind. Allen Patienten gemein ist, dass willentliche Gegensteuerung die
Symptomatik der unwillkürlichen Verkrampfung
eher verstärkt. Ablenkung der Aufmerksamkeit
bessert dagegen die Störung (Altenmüller,
1996, [1]).
Es wird verdeutlicht, dass nur das Zusammenwirken unterschiedlicher Fachdisziplinen
und des therapeutischen Teams eine Erfolg
versprechende Rehabilitation ermöglicht.
Gehörbelastung von Orchestermusikern
T. Billeter, B. W. Hohmann
T. Billeter, B. W. Hohmann,Gehörbelastung von Orchestermusikern Musikermedizin Gehörbelastung von Orchestermusikern T. Billeter, B. W. Hohmann, Luzern 1. Einleitung Nach einer Zunahme von Gehörschadenfällen bei Orchestermusikern nahm die Suva erste Messungen während Orchesterproben vor. Aufgrund der hohen Schallpegel wurde beschlossen, eine Studie durchzuführen, die neben Orchesterproben und Konzerten auch das individuelle Üben mit einbeziehen sollte. Das Ziel war, die Langzeit-Dauerschallbelastung (Leq), sowie im Hinblick auf die Schallbelästigung auch die Maximalpegel über eine Minute bzw. eine Sekunde (Maximalpegel Slow) sowie die Spitzenpegel (Peak) zu erfassen. 2. Testpersonen und Methoden 2.1 Testgruppe An der Studie nahmen 43 Musiker aus drei Berufsorchestern teil (Sinfonieorchester Basel, Luzerner Sinfonie-Orchester, TonhalleOrchester Zürich), die insgesamt 14 verschiedene Instrumente spielen.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren