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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2008
Ausgabe 02 / 2008
Welchen Einfluss hat die Pedaltätigkeit auf das ISG?
Alexandra Türk-Espitalier, Frankfurt
Rückenschmerzen werden im Allgemeinen als
Folge von zu langem Sitzen, unkoordinierter
Haltung und Bewegungsmangel betrachtet.
Dies ist relativ unabhängig von der betroffenen
Struktur und geht Pianisten nicht anders als
dem Rest der Bevölkerung. Aufgrund ihres
Bewegungsmusters könnten Wirbelsäulenprobleme bei Pianisten jedoch auch vermehrt
durch einen funktionellen Beckenschiefstand
hervorgerufen werden. In der vorliegenden
Studie wurden die Auswirkungen der Bewegungen des rechten Beines, des Pedalbeines,
auf das ISG untersucht. Es trat eine deutliche
Häufung an einem funktionellen Beckenschiefstand bei den Pianisten im Vergleich zur Kontrollgruppe auf. Möglicherweise geschieht dies
durch die konstante Muskelarbeit des Pedalbeines. Um die Strukturen, die zu einer Verwringung im ISG führen, genauer differenzieren zu können, sollten weitere Studien folgen.
Hypothesen werden am Ende des Artikels
dargestellt.
Teil III: Atmung beim Spiel des Violoncellos
Maria Luise Hahnengress, Aachen
Die Hauptfunktion des respiratorischen Organs
ist der Austausch von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2). Das Atemorgan kann unterteilt
werden in zwei Kompartimente, die Lunge als
das gasaustauschende Organ und die Atempumpe, d.h. Atemmuskulatur, den knöchernen
Thorax und Teile des zentralen und peripheren
Nervensystems.
Beim Spiel eines Streichinstruments erfolgt die
Atmung nicht unabhängig von den gespielten
Melodien und musikalischen Phrasen. Inspirationen können unbewusst zu musikalisch sinnvollen Zeitpunkten stattfinden, jedoch auch
bewusst geplant werden. Diese Beeinflussung
eines autonomen Prozesses kann während
des Spiels des Instruments zu Veränderungen
respiratorischer Größen führen. Eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Atemorgans kann sich aus einer eventuellen Konkurrenz von Atem- und Spielbewegung ergeben.
Möglich ist eine durch die instrumentenspezifischen Bewegungen der oberen Extremität und
des Rumpfes bedingte relative Hypoventilation
der Lunge, die ein Missverhältnis von Ventilation / Perfusion nach sich ziehen kann.
Am Beispiel des Violoncellos werden eine
musikphysiologische Studie und die Kasuistik
eines musikmedizinischen Notfalls vorgestellt.
Das Üben eines Streichinstruments scheint als
Ziel eine Optimierung und die Entwicklung
einer hochspeziellen Koordination all der Vorgänge anzustreben, die sowohl die räumlich
präzise Spielbewegung am und mit dem Musikinstrument als auch die Atembewegung zur
Aufrechterhaltung der inneren Homöostase
ermöglichen.
Psychosomatische Tagung an der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt am 30. und 31. Mai 2008
Lothar Schattenburg & Rudolf J. Knickenberg
L. Schattenburg & R. J. Knickenberg – Tagungsbericht Bad Neustadt Psychosomatische Tagung an der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt am 30. und 31. Mai 2008 Vom Lampenfieber zur Auftrittsangst L. Schattenburg & R. J. Knickenberg Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. R.J. Knickenberg, Prof. Dr. med. S. Kerber (Bad Neustadt/Saale) und Prof. Dr. med. H. Möller (Berlin) fand in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) vom 30.,31. 5. 2008 in der Psychosomatischen Klinik Bad Neustadt die 3. Tagung statt zur Musikermedizin, diesmal zum Thema: Vom Lampenfieber zur Auftrittsangst. Mit diesen Tagungen trägt die psychosomatische Klink Bad Neustadt einem in der Öffentlichkeit wenig beachteten Phänomen Rechung – nämlich der gesundheitlichen Gefährdung, der viele Musiker und Musikerinnen durch das hohe Anspruchsniveau ihres Berufs zwangsläufig ausgesetzt sind. Den Freitagmorgen eröffnete Frau S.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren