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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2018
Ausgabe 03 / 2018
Psychosomatische und psychische Erkrankungen bei Musikern
Claudia Spahn (Freiburg)
Musizieren ist modellhaft für das Zusammenwirken
von Körper, Psyche und Geist. Störungen der Musikausübung wirken sich demnach zwangsläufig auf
allen drei Ebenen aus. Somit sind Behandler von
Musikerpatienten in starkem Maße mit psychosomatischen Aspekten konfrontiert. Darüber hinaus
sind Musiker als Personen in leidenschaftlicher
Weise mit der Musik verbunden, sodass Störungen
der Musikausübung sie als gesamte Person, mit „Leib
und Seele“ erfassen. Im engeren Sinne gehören die
Auftrittsangst und die somatoforme Schmerzstörung
zu den häufigen psychosomatischen musikerspezifischen Erkrankungen.
Die Auftrittsangst stellt eine Unterform der sozialen Phobie dar ist und ist abzugrenzen vom nicht
pathologischen Lampenfieber, welches regelhaft bei
Musikern auftritt und Teil der Berufsrealität ist. Die
Behandlung der Auftrittsangst sollte nach einem
multimodalen Behandlungsmodell mit unterschiedlichen Therapieansätzen – wie kognitiv-verhaltenstherapeutischen, tiefenpsychologischen, körperorientierten –, Entspannungsverfahren, mentalen
Techniken sowie Bühnenexposition und Video-Feedback erfolgen. Die somatoforme Schmerzstörung ist
Ausdruck zugrundeliegender, häufig musikbezogener
Konflikte.
Das Beste für den Musiker" - Immer konservativ bleiben? - eine Fallbesprechung
Egbert J. Seidel (Weimar)
Fallbericht über einen Musiker (Saxophon, Klarinette), welcher sich eine Fraktur eines Metakarpalknochens zugezogen hatte. Diese wurde konservativ therapiert und es kam zu einer Verkürzung
mit erheblichen funktionellen Problemen am
Instrument.
Funktionelle Charakterisierung seltener RAB12-Varianten und deren Rolle bei der Musikerdystonie und anderen Dystonieformen
Friederike Borngräber
Die Musikerdystonie (MD) ist eine fokale, tätigkeitsspezifische Bewegungsstörung, bei der es zum Verlust der willkürlichen motorischen Kontrolle während des Instrumentalspiels kommt. Etwa 20% der Patienten berichten eine positive Familienanamnese für fokale Dystonien, was eine zugrundeliegende genetische Ursache vermuten lässt.
Studienpreis Musikphysiologie 2018 der DGfMM - Florian Worschech
Florian Worschech
Voraussetzungen und Leistungen des mentalen Übens für den instrumentalen Fähigkeitserwerb
Mareike Burdinski
Funktionsanalyse der Wirbelsäule beim Saxophonspiel als Grundlage zur Entwicklung präventiver Strategien in der musikpädagogischen Ausbildung
Studienpreis Musikphysiologie 2018 DGfMM - Stephanie Platek
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren