DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

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Zeitschrift 2026

Ausgabe 01 / 2026

Abstract

Übequalität, subjektives Stressempfinden und Übesucht bei Musikstudierenden

Julia Müller

Hintergrund

Das instrumentale oder vokale Üben nimmt im Leben von Musizierenden großen Raum ein, ist jedoch, wie die Literatur zeigt, bisher nicht ausreichend erforscht. Wenige Beispiele finden sich in den Studien von Jørgensen (1997) zur Übezeit von Musikstudierenden und Ericsson et al. (1993) zum Thema Deliberate Practice. Insbesondere zur Übequalität von Musikstudierenden (im Sinne von Deliberate Practice) ergibt sich eine Forschungslücke, wobei Passarotto et al. (2022) ein standardisiertes Messinstrument entwickelt haben, mit dessen Hilfe Deliberate Practice zukünftig untersucht werden kann.

Zeitschrift 2009

Ausgabe 02 / 2009

Abstract

Arbeitsbedingungen, gesundheitliche Beschwerden und Aufführungsängste bei professionellen Orchestermusikern

V. Hodapp, F. Langendörfer, S. Bongard (Frankfurt) & G. Kreutz (Oldenburg)

Die Tätigkeit professioneller Orchestermusiker
wird entgegen einem allgemeinen Stereotyp
von den Betroffenen häufig als belastend erlebt und führt, wie empirische Studien belegen,
zu starken Stressreaktionen und zu einer Vielzahl von Belastungssymptomen. In dieser
Studie werden Arbeitsplatzfaktoren und soziale
Stressoren bei professionellen Orchestermusikern überprüft und in Beziehung zu körperlichen Beschwerden, psychosomatischen Symptomen und Aufführungsangst unmittelbar vor
einer Aufführung gesetzt. Zusätzlich werden
die Persönlichkeitsmerkmale Neurotizismus
und allgemeine Selbstwirksamkeit betrachtet.
Die Stichprobe bestand aus 122 Mitgliedern
professioneller Sinfonie- und Opernorchester,
wobei zu Vergleichszwecken auch ein Amateurorchester (N = 28) einbezogen wurde. Die
Ergebnisse zeigen, dass bezüglich der Arbeitsplatz- und sozialen Stressoren die professionellen Musiker sich als belasteter erleben,
ferner treten bei dieser Gruppe höhere Beschwerden und stärkere psychosomatische
Symptome auf. Die Mitglieder von Opernorchestern erweisen sich als belasteter als die
Mitglieder von Sinfonieorchestern. Korrelations- und Regressionsanalysen belegen einen
deutlichen Effekt von Arbeitsstressoren auf
Beschwerden, wobei zum Teil unterschiedliche
Effekte in den beiden Orchesterarten zu finden
sind. Die Ergebnisse werden im Rahmen moderner Stresskonzeptionen diskutiert und in
Beziehung zur Literatur zu den Belastungen
professioneller Orchestermusiker gesetzt.

Zeitschrift 2003

Ausgabe 04 / 2003

Abstract

Vergleichende Untersuchung zum Stressmanagement von Musik- und Medizinstudierenden

M. P. Abilgaard und K. Mathe

Diese Studie stellt Copingstrategien zur Streßbewältigung von Musik- und Medizinstudenten
vor. Untersucht wurden die Häufigkeit, der Anlaß und die Art der Streßbewältigungsstrategie :
Musikstudenten zeigten hier im Vergleich eine
häufigere Frequentierung von « Hilfsmitteln ».
Die Palette reicht von Koffein über Entspannungsverfahren bis hin zu «Rescue-Tropfen »
(aus der Bach-Blüten-Therapie). Medikamente
spielen im Gegensatz zu Alkohol bei beiden
Populationenen kaum eine Rolle.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren