DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2017

Ausgabe 02 / 2017

Abstract

Ergonomie des Gitarrenspiels – Verbesserungsmöglichkeiten aus Gitarrenlehrersicht

Michael Koch (Mainz)

Bei der Klassischen Gitarre hat sich in den letzten
Jahren das Angebot an Haltungshilfen sowie kleinen Instrumenten beständig vergrößert. Entsprechend vielfältig sind daher inzwischen die Möglichkeiten geworden, Instrumentenhaltung und damit
Ergonomie des Spiels zu beeinflussen. Der folgende
Beitrag stellt aus Gitarrenlehrersicht dar, wie mit
dieser Vielfalt umgegangen werden kann. Ziel ist
dabei, aufzuzeigen, wie mit Hilfe optimierter Instrumentenhaltung und größenangepasster Gitarre
ergonomisch günstige Haltungs- und Bewegungsmuster beim Anfänger nachhaltig etabliert bzw.
beim fortgeschrittenen Spieler wiedergewonnen
werden können. Dazu werden zunächst die Auswirkungen verschiedener Haltungshilfen auf die
Spielergonomie und die Optimierung der jeweiligen Anwendung beschrieben. Im Anschluss wird
dargestellt, in welcher Weise Gitarrengröße und
bestimmte Abmessungen einer Gitarre die Spielergonomie beeinflussen. Schließlich werden Strategien formuliert für die individuelle Anpassung
von Gitarre und Haltungsform im Hinblick auf
eine ergonomische Optimierung. Der Beitrag stellt
eine überblicksartige Zusammenfassung von Beobachtungen und Erfahrungen aus rund 25 Jahren
Gitarrenunterricht mit Spielern aller Alters- und
Könnensstufen dar.

Abstract

Musikermedizinische Versorgung – Stand und Ausblick

Johannes Egbert Seidel (Weimar) und Maria Schuppert (Würzburg)

Das Fach Musikphysiologie und Musikermedizin
und die musikermedizinische Versorgung haben
in den vergangenen beiden Jahrzehnten erhebliche Fortschritte erfahren. Es besteht allerdings eine
große Heterogenität in den Versorgungsstrukturen innerhalb und außerhalb der Hochschulen für
Musik. Die Frage, welche Varianten musikermedizinischer Versorgung und Musikerambulanzen zu
bevorzugen sind, lässt sich angesichts der vielfältigen Aufgaben und Inhalte der Musikphysiologie und
Musikermedizin, der unterschiedlichen Kompetenzprofile involvierter ÄrztInnen und TherapeutInnen sowie der Standortspezifika schwer beantworten und lässt Raum für Diskussionen und neue
Entwicklungen. Im Folgenden sollen sowohl aktuelle Modelle als auch weitere denkbare Varianten
musikermedizinischer Beratung und Versorgung
vorgestellt, hinterfragt und im Pro- und ContraModus diskutiert werden.

Abstract

Gesundheit und Präventionsverhalten von Musikstudierenden an verschiedenen deutschen Musikhochschulen

Nusseck, Manfred (Freiburg), Mornell, Adina (München), Voltmer, Edgar (Lübeck), Kötter, Thomas (Lübeck), Schmid, Berthold (Leipzig), Blum, Jochen (Frankfurt),  Türk-Espitalier, Alexandra (Frankfurt-Wien), Spahn, Claudia (Freiburg)

Die körperliche und psychische Gesundheit bei
Berufsmusikerinnen und -musikern wurde in
Untersuchungen bereits mehrfach als risikobehaftet beurteilt. Dabei wurden häufig Überlastungen
und Überanstrengungen bei gleichzeitigem Mangel
an präventivem Verhalten festgestellt. Die Phase
der professionellen Ausbildung ist deshalb für die
Etablierung eines Gesundheitsbewusstseins und
die Vermittlung präventiver Maßnahmen entscheidend. In der hier vorgestellten multizentrischen
epidemiologischen Studie wurden Musikstudierende an fünf bundesweiten Musikhochschulen in
jährlichen Abständen über standardisierte Fragebögen zu ihrem Gesundheitsstatus – dem Vorliegen spieleinschränkender Beschwerden, der Durchführung präventiver Maßnahmen und dem Besuch
von gesundheitsbezogenen Angeboten – befragt.
Die Ergebnisse zeigen für jede Hochschule ein
ähnliches Bild. Bereits 29% der Musikstudierenden beginnen ihr Studium mit spielbezogenen
gesundheitlichen Beschwerden. Diese Anzahl stieg
im zweiten Studienjahr auf 42% an. Die Durchführung präventiver Gesundheitsmaßnahmen nahm
ebenfalls im Laufe des Studiums stetig zu. Zusammenhänge zwischen spielbeeinträchtigenden
Beschwerden und präventiven Aktivitäten, Persönlichkeitseigenschaften (NEO-FFI) und arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern (AVEM)
wurden analysiert. Die Ergebnisse liefern wichtige Anregungen für die überregionale Diskussion
zur generellen Verbesserung von präventiven
Vorgehensweisen im Fach Musikphysiologie und
Musikermedizin an deutschen Musikhochschulen.

Abstract

Ressource Musik – Musiker im Mittelpunkt

Lothar Schattenburg (Bad Neustadt) und Maria Schuppert (Würzburg)

Ressource Musik – Musiker im Mittelpunkt Tagungsbericht Ein Rückblick auf die 7. musikermedizinische Tagung des Campus Bad Neustadt in Kooperation mit der DGfMM Lothar Schattenburg (Bad Neustadt)1 und Maria Schuppert (Würzburg)2 Die 7. musikermedizinische Tagung fand vom 11.–13. Mai 2017 wieder am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) statt. Das wissenschaftliche Organisationskomitee bildeten Prof. Dr. S. Kerber (Herz- und Gefäßklinik, federführend), Prof. Dr. J. van Schoonhoven (Klinik für Handchirurgie) sowie Prof. Dr. M. Siepmann, Frau Dr. D. Stelz und Dr. L. Schattenburg (Psychosomatische Klinik). Die DGfMM wurde im Organisationskomitee von Frau Prof. Dr. M. Schuppert und Prof. Dr. E. Altenmüller repräsentiert.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren