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DGfMM – Fachzeitschrift
Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift
Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.
Zeitschrift 2024
Ausgabe 03 / 2024
Komplette Ausgabe
Herausgeber*innen: J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H. C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
SIRIUS 6.0 Klaviaturen, die Hände wachsen lassen
Ulrike Wohlwender, Silvia Molan
Seit 2020 widmet sich die Zukunftsinitiative SIRIUS 6.0 dem Erfahrungsaustausch, der Verbreitung
und der Weiterentwicklung von Klaviaturen mit schmaleren Tasten. Sie bewegt sich an der Schnittstelle
Pianistik-Musikphysiologie-Musikermedizin. SIRIUS 6.0 Klaviaturen lassen Hände um ca. eine halbe Taste
pro Oktave ‚wachsen‘. Das Oktavmaß ist 152,4 mm bzw. 6.0 inch, also 12,6 mm schmaler als bei Normklaviaturen (165 mm bzw. 6.5 inch).
Selbst Pianistinnen und Pianisten, die an Normklaviaturen eine Dezime erreichen, erleben an SIRIUS 6.0
Klaviaturen ein freieres Spielgefühl, geringere Anstrengung, höhere Präzision und feinere Klangbalance. Fast
alle sind überrascht, wie schnell sie adaptieren – von der 6.5 inch-DIN-Norm zu 6.0 und zurück. Viele können eine gewisse Leichtigkeit auf die Normklaviatur übertragen.
Wissenschaftliche Grundlage der Zukunftsinitiative SIRIUS 6.0 sind u.a. Spannweiten-Daten von Pianistinnen und Pianisten, kausale Zusammenhänge von spielbedingten muskuloskelettalen Überlastungssyndromen und kleinen Spannweiten, schmaler mensurierte Hammerflügel 1785-1825, der Gender-Gap bei Klavierwettbewerben mit romantischem Repertoire sowie Erfahrungen und Forschung an DS6.0®-Klaviaturen
in den USA.
Nach einer 4-jährigen Pilotphase mit dem Prototyp SIRIUS 6.0 wurde an der HMDK Stuttgart im Frühjahr
2024 die europaweit erste austauschbare SIRIUS 6.0 Klaviatur für einen Steinway D Konzertflügel eingeweiht. Die HfM Nürnberg (2023), das TLK Innsbruck (2024) und die HMTM München (2025) haben sich
der Zukunftsinitiative SIRIUS 6.0 angeschlossen. 2024 hat die Deutsche Rentenversicherung einer Pianistin
eine SIRIUS 6.0 Klaviatur als „technische Hilfe zur Arbeitsplatzausstattung“ bewilligt.
Musik studieren mit Behinderung
Thomas Grosse
Studierende mit Behinderung sind an Musikhochschulen eine Seltenheit. Meist sind auch weder Gebäude noch Lehre auf ihre Bedürfnisse zugeschni\.1een. Wer die Hürde der Eingangsprüfung scha\.1c, tri\.1c jedoch auf individuelle Unterstützung. Aus den Musikhochschulen An den deutschen Musikhochschulen treten Menschen mit Behinderung – so wie auch im professionellen Musikbetrieb Deutschlands – selten in Erscheinung. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil beeinträchtigter Menschen im Musikstudium geringer ist als in der Gesamtbevölkerung.
Junges Forum der DGfMM - Bericht über das dritte JUMMposium
Dri\.1ees JUMMposium des Jungen Forums der DGf MM – Musizierendengesundheit zwischen Trave und Wakenitz in Lübeck Zum dri\.1een Jahrestre\.1den der JUMMs trafen wir uns Ende Juli dieses Jahres in der sommerlichen Hansestadt Lübeck. Bekannte und ganz neue Gesichter von nah und fern kamen zusammen, um sich kennenzulernen, neue Kooperationsideen zu spinnen und aus ihren Feldern rund um die Musizierendengesundheit zu berichten. Wieder einmal \.0bel auf: wir sind viel mehr als nur Medizinerinnen und Mediziner! Orchestermusikerinnen und -musiker, Medizintechnikerinnen und -techniker, Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen – während des Wochenendes wurde immer wieder deutlich, wie schön sich unsere Disziplinen miteinander verzahnen und gleichzeitig für eine umfassende Versorgung von Muszierenden unabdingbar sind.
Preisverleihungen 2024: Wissenschaftspreis und Studienpreis Musikphysiologie der DGfMM
Johanna Doll-Lee
Sie wurde ausgezeichnet für ihre Publikation: Gender Di\.1ferences in Task Speci\.1ec Dystonia: What Can we Learn \.1dom Musician’s Dystonia? Publiziert in: Movement Disorders Clinical Practice 2024; 11(5): 526–533. Doi: 10.1002/mdc3.14015 (Johanna Doll-Lee, Edoardo Passaro\.1eo, Eckart Altenmüller, André Lee) Frau Dr. Doll-Lee wird ihre Arbeit im Rahmen des DGfMM-Symposiums 2025 vom 17.-18.10.2025 in Leipzig vorstellen.
Wirkung rhythmischer Musik auf Menschen mit Demenz Eine explorative Studie
Dorothea Schmitt
ZUSAMMENFASSUNGEN DER PREISTRÄGERINNEN 2024 Einleitung Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung, die weltweit immer mehr Menschen betrifi. Die Erkrankung beeinträchtigt sowohl die kognitiven als auch die emotionalen Fähigkeiten und führt o\.1f zu negativen Verhaltensweisen wie Unruhe, Aggression oder sozialem Rückzug [11]. Traditionelle Behandlungsansätze konzentrieren sich auf medikamentöse erapien, die zwar die Symptome der Demenz verzögern, jedoch häu\.0bg mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden sind [4]. In den letzten Jahren haben sich nicht-pharmakologische Ansätze wie Musikinterventionen als vielversprechend erwiesen, um die Lebensqualität von Zusammenfassung Diese Arbeit untersucht die Wirkung rhythmischer Musik auf Menschen mit Demenz (MmD) im Rahmen einer explorativen Fallstudie. Angesichts der weltweit steigenden Prävalenz von Demenzerkrankungen wird nach neuen, e\.1dektiven und kostengünstigen Ansätzen gesucht, um die Lebensqualität von MmD zu verbessern.
Die Körperwahrnehmung von Blasinstrumentenspielerinnen und -spielern im orofazialen Bereich. - Eine Observationsstudie
Sarah Lesjak, Lena Ostlangenberg
ZUSAMMENFASSUNGEN DER PREISTRÄGERINNEN 2024 Einleitung Demenz ist eine neurodegenerative Erkrankung, die weltweit immer mehr Menschen betrifi. Die Erkrankung beeinträchtigt sowohl die kognitiven als auch die emotionalen Fähigkeiten und führt o\.1f zu negativen Verhaltensweisen wie Unruhe, Aggression oder sozialem Rückzug [11]. Traditionelle Behandlungsansätze konzentrieren sich auf medikamentöse erapien, die zwar die Symptome der Demenz verzögern, jedoch häu\.0bg mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden sind [4]. In den letzten Jahren haben sich nicht-pharmakologische Ansätze wie Musikinterventionen als vielversprechend erwiesen, um die Lebensqualität von Zusammenfassung Diese Arbeit untersucht die Wirkung rhythmischer Musik auf Menschen mit Demenz (MmD) im Rahmen einer explorativen Fallstudie. Angesichts der weltweit steigenden Prävalenz von Demenzerkrankungen wird nach neuen, e\.1dektiven und kostengünstigen Ansätzen gesucht, um die Lebensqualität von MmD zu verbessern.
Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)
Hinweise für Autorinnen und Autoren
Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.
Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren