DGfMM – Fachzeitschrift

Ausgaben & Abstracts der DGfMM-Fachzeitschrift

Die DGfMM-Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Originalarbeiten und praxisnahe Beiträge. Hier können Sie die Zusammenfassungen einsehen. Mitglieder haben nach dem Login Zugriff auf die Volltexte.

Zeitschrift 2022

Ausgabe 03 / 2022

Komplette Ausgabe

Herausgeber*innen: J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H. C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Neuer Vorstand der DGfMM

Abstract

Erfolgreich scheitern bei „Jugend musiziert“. Zur Bedeutung von Resilienz in Musikwettbewerben

Wiebke Wolf

Eine Teilnahme bei „Jugend musiziert“ kann die Freude und Lust am Musizieren verstärken – sie kann sie im schlimmsten Fall aber auch abtöten. Wie lassen sich die Erkenntnisse der Resilienzforschung nutzen, um zu verhindern, dass die Bewertung im Wettbewerb negative Konsequenzen nach sich zieht? „,Jugend musiziert‘ ist Katalysator, Beschleuniger, ist Doping, ‚Jugend musiziert‘ erschließt Energie, Motivation, Reserven, zusätzliche Förderung. ,Jugend musiziert‘ ist ein Spiel mit dem Feuer, kann wie Feuer Leben stiften oder zerstören. Wer aber mit Feuer spielt, sollte es beherrschen, nicht nur in Kunst und Pädagogik.

Abstract

Auftrittsangst bei Musizierenden und die Verbindung zu Selbstwert und Depression

Christine Sickert

Hintergrund: Mit der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen Selbstwert, Auftrittsangst und Depression bei einer Stichprobe aus deutschsprachigen Musizierenden verschiedener Niveaus untersucht. Auftrittsangst ist ein in der musikalischen Ausbildung eher vernachlässigtes Thema, obwohl es Musizierende des gesamten Leistungsspektrums betrifft.

Amendment zum Artikel „Expertise-assoziierte Unterschiede in der Kokontraktion der Handgelenksmuskulatur beim Schlagzeugspiel“

Scott Beveridge (Dresden), Steffen A. Herff (Lausanne/Schweiz, Sydney/Australien), Bryony Buck (Dresden), \Gerard Breaden Madden (Dresden), Hans-Christian Jabusch (Dresden)

Abstract

Yoga für Musikerinnen und Musiker

Janina Kruse

Einleitung: Yoga wird unter verschiedenen Aspekten geübt und kann auch einen Ansatz zur Behandlung
körperlicher sowie seelischer Beeinträchtigungen
bieten. In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte ein positiver Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden sowohl bei therapeutischem als auch
präventivem Einsatz des Yoga festgestellt werden. In
diesem Artikel soll der Einfluss der Yogapraxis auf das
Üben am Instrument sowie Körperbewusstsein und
Wohlbefinden Musikstudierender dargestellt werden.
Methoden: Zwischen Juli und November 2020
wurden Musikstudierende zur Teilnahme an einem
Online-Yogakurs im Umfang von 10 Einheiten mit je
75min eingeladen. Mittels Vorher-Nachher-Befragung
wurden Veränderungen in den Bereichen körperliche
und mentale Gesundheit sowie Schlafqualität, Körperbewusstsein, Haltung und Selbstbewusstsein erfasst.
Ergebnisse: Die subjektive Einschätzung der Studierenden bezüglich Haltung, Atmung und Körperbewusstsein hat sich verbessert, während Verspannungen und
Schmerzen rückläufig waren. Zudem wird von einem
stabileren Stand bzw. Sitz bei der musikalischen Tätigkeit berichtet. Darüber hinaus ist eine Steigerung des
Selbstbewusstseins zu verzeichnen. Insgesamt fällt es
den Teilnehmenden nach der Kursteilnahme deutlich
leichter, sich zu entspannen, und es gelingt den Studierenden, einige Yogahaltungen insbesondere in den
Übepausen der täglichen musikalischen Praxis bewusst
einzusetzen.
Fazit: Bereits nach sehr kurzer Zeit lassen sich positive
Veränderungen feststellen. Durch die Kursteilnahme
konnten Haltung und Körperwahrnehmung verbessert
werden. Schmerzen, Fehlhaltungen sowie muskuläre
Verspannungen der Teilnehmenden waren rückläufig.
Darüber hinaus hat Yoga einen positiven Einfluss auf für
die musikalische Tätigkeit wichtige psychische Faktoren.

Abstract

Bericht über die 4. Internationale Konferenz Musicians’ and Performing Artists’ Health and Performance in Oslo

Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende vertieft und mögliche Kooperationen und Zusammenarbeiten besprochen. Auch die kritische Auseinandersetzung mit den präsentierten Inhalten wurde untereinander genauso vorangetrieben wie die Entwicklung neuer Ideen und Projektmöglichkeiten.

Herausgeber:
J. Blum (Frankfurt-Worms), M. Fuchs (Leipzig), H.-C. Jabusch (Dresden), M. Schuppert (Würzburg-Kassel)

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Die Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ bietet die Möglichkeit, wissenschaftliche Originalarbeiten, Fortbildungs- und Übersichtsarbeiten zu veröffentlichen. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge aus der Praxis. Zum Themenkreis gehören physiologische/ körperliche, psychologische/ psychosomatische und klinische Fragestellungen bei Musikerinnen und Musikern einschließlich präventiver und pädagogischer Aspekte. Die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Beiträge trifft das Herausgeberteam in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen Beirat.

Weitere Informationen zur Einreichung der Manusscripte etc. erhalten Sie hier:Hinweise für Autorinnen und Autoren